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Für Kriegsgräberpflege geehrt Delmenhorster Soldaten im Dienst für den Frieden

Von Merlin Hinkelmann | 17.10.2016, 19:02 Uhr

Für ihr Engagement in der Kriegsgräberpflege wurden zehn Soldaten des Logistikbataillons 161 ausgezeichnet. Im Juni waren die Soldaten ins französische Marigny gereist.

„Wir sind heute hier, um Danke zu sagen“, betonte Oberbürgermeister Axel Jahnz am Montag im Rathaus. Gemeinsam mit Oberstleutnant Martin Zolondek vom Delmenhorster Logistikbataillon 161 zeichnete er zehn Soldaten des Bataillons mit Urkunden aus – für ihr freiwilliges Engagement in der Kriegsgräberpflege im französischen Marigny. Jahnz ehrte auch die Reservistenkameradschaft Delmenhorst. Seit 15 Jahren kümmern sich die Reservisten ehrenamtlich um die örtlichen Kriegsgräber, dafür erhielten sie jetzt die goldene Anerkennungsplakette des Volksbundes.

„Einsatz hat sich gelohnt“

Vom 13. bis 24. Juni dieses Jahres reisten die Soldaten unter der Leitung von Oberstabsfeldwebel Hans-Peter Schichtel in die Normandie und pflegten die Gräber der Deutschen Kriegsgräberstätte Marigny. Über 11.000 deutsche Soldaten sind dort bestattet. Schichtel zeigte Bilder des Einsatzes und ließ die Zeit Revue passieren. Die Soldaten hatten Grabsteine ausgehoben, gereinigt und zusammen mit Betonplatten wieder in die Erde gesetzt. „Zudem haben wir gemeinsam den Soldatenfriedhof von La Cambe besucht“, erzählte Schichtel. „Der Einsatz hat sich gelohnt, wir kommen auf jeden Fall wieder.

Aktive Friedensarbeit

Das Wichtigste an der Arbeit sei die Friedensbotschaft, sagte Jahnz und appellierte an die ausgezeichneten Soldaten: „Machen Sie weiter so.“ Auch Martin Zolondek sprach den Soldaten seinen Dank aus. Es sei wichtig, sich einzubringen und den Gefallenen zu gedenken. Die Grabpflege sei ein wichtiger Beitrag für die Angehörigen der Opfer. „Das Leid, das diese Soldaten erfahren haben, erinnert uns an eines: Nie wieder Krieg!“ Ähnlich formulierte es Evelyn Kremer-Taudien, Geschäftsführerin im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Weser-Ems. „Die Kriegsgräber sind ein Ausdruck von Menschenwürde, sie mahnen uns, Frieden zu halten. Deshalb leisten die Soldaten mit der Grabpflege eine aktive Friedensarbeit.“