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Fundsachenversteigerung Bieter freuen sich über Fahrradschnäppchen

Von Mareike Bader | 23.08.2017, 18:52 Uhr

Schnäppchenfreunde haben sich am Mittwoch wieder zur Fundsachenversteigerung im City-Center versammelt. Vor allem die Fahrräder waren wieder sehr beliebt.

Eng aneinander drücken sich die Besucher bei der Fundsachenversteigerung um die Fahrräder. Wegen ihnen sind die Meisten gekommen. Manche aber auch einfach nur aus Neugier oder zum Spaß. „Eigentlich sind das alles Privatleute“, sagt Thomas Ahrens von der Stadt Delmenhorst, der wie üblich durch die Auktion führt.

Insgesamt 34 Drahtesel werden versteigert. „Wenn man Glück hat, kann man recht günstig an ein Fahrrad kommen“, sagt Ahrens. Auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz für den Sohn ist auch die Familie Scheiber. Am Ende gibt es ein Fahrrad für 30 Euro und noch ein Handy für 40 Euro für den Sohnemann.

Ein Junge freut sich über ein 24-Zoll-Jugendrad für 35 Euro. Das hübsche Hollandfahrrad für die Mutter ist da mit 65 Euro teurer.

Fahrrad und Handy für 70 Euro

Bei der Versteigerung am Mittwoch sind einige Schnäppchen dabei: Etwa ein iPhone für 65 Euro, zwei Cityroller für acht Euro oder eine alte Werkzeugkiste für einen Euro. „Wer verliert denn so etwas?“, wundert sich Ahrens über zwei Autoscheinwerfer. Bei der Drohne geht ein leichtes Raunen durch den Keller des City-Centers. Aber sie hat keine Fernbedienung. Das Höchstgebot liegt bei 40 Euro.

„Ich hab bisher alles verkauft“, scherzt Ahrens während der Auktion. Doch das LG-Handy will selbst am Ende keiner haben – vermutlich zu alt und zu klein. „Es lief schleppend. Es war schon mehr Interesse da“, zieht Thomas Ahrens am Ende Bilanz. Zufrieden ist er aber trotzdem.

Bieten ist nicht einfach

„Man weiß nie, wer welches Fahrrad haben möchte“, weiß Ahrens. Das Bieten ist gar nicht so einfach: Geht man zu zaghaft mit dem Preis hoch, ist man schnell überboten. Größere Sprünge treiben einen dagegen schnell an die eigene gesetzte Grenze. Es gibt aber auch Überraschungen: Für ein Mountainbike will sich erst keiner melden – plötzlich sind zehn Euro geboten.

Ein richtig schickes schwarzes Mountainbike mit breiten Reifen geht für 160 Euro weg. „Ich glaube, der junge Mann wird sich freuen“, sagt Ahrens. Doch nicht alles ist ein Schnäppchen. Manchmal müssen die Reifen erneuert werden, oder das Schloss ist noch abgeschlossen. Dafür stehen Bolzenschneider an der Seite zur Verfügung. „Wir nehmen nichts zurück“, warnt Ahrens gleich zu Beginn. Eine Garantie gibt es nicht.