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Fußball fördert Integration Projekt „Delme Kicking Girls“ zeigt Erfolge

Von Lennart Bonk | 03.12.2015, 08:14 Uhr

Spielend die Integration voranbringen: Das schaffen seit fünf Jahren die „Delme Kicking Girls“. Dabei haben sie auch noch sportlichen Erfolg.

Jeden Mittwoch nach Schulschluss treffen sich 20 Mädchen der Grundschule am Grünen Kamp mit dem Schul-Sozialarbeiter Tobias Kanzok zur Fußball-AG am Delmenhorster Stadion. Seit mittlerweile fünf Jahren bietet er das durch die Laureus Foundation geförderte Mädchenfußball-Projekt „Delme Kicking Girls“ an.

Sechs verschiedene Nationalitäten

„Das Besondere an der AG ist die bunte Mischung der Mädchen“, so der Sozialarbeiter. Es sind insgesamt sechs verschiedene Nationen in der AG vertreten. Rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen haben einen Migrationshintergrund. Einige Mädchen sprechen noch nicht so gut deutsch. Jedoch ist das kein Problem für einen reibungslosen Spielablauf. „Die Kinder helfen sich gegenseitig und dolmetschen sogar, wenn es erforderlich ist. „Sie wachsen mit Multikuli auf und kennen das nicht anders, so wie wir Erwachsenen. Die Kinder leben Integration jeden Tag“, lobt er die Mädchen.

Jedes Mädchen ist willkommen

In der Fußball-AG ist jedes Mädchen willkommen, lautet Kanzoks Credo. Nach anfänglicher Schüchternheit würden die Mädchen aus sich herauskommen und selbstbewusster werden. Laut Kanzok hätten sich mit der Zeit auch Freundschaften unter den Mädchen entwickelt. Auf dem Schulhof spielen sie auch mal gegen Jungs und zeigen ihr Können. „Die Mädchen werden besser und werden auch von den Jungs auf dem Schul-Fußballplatz akzeptiert“, berichtet Kanzok.

Sportlicher Erfolg nur Nebensache

Über die AG hinaus nehmen die Mädchen auch an Schulturnieren teil, so auch am kommenden Dienstag beim „Nikolaus-Turnier“ im Soccerpark an der Lethestraße. In den vergangenen zwei Jahren konnten die Schülerinnen dort jeweils den zweiten Platz ergattern. Doch das sportliche Abschneiden ist laut Kanzok nur nebensächlich. „Das Sport treiben und zusammen sein, ist das Wichtigste“, findet er.