Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Fußgängerquerung in Deichhausen Ortsrat will Sicherheit für Stedinger Landstraße

Von Jan Eric Fiedler | 09.03.2016, 16:23 Uhr

Der Ortsrat Hasbergen ist auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Bewohnern des Delmenhorster Ortsteils Deichhausen einen sicheren Überweg über die Stedinger Landstraße zu schaffen.

In der Sitzung am Dienstag beauftrage die Politik die Verwaltung einstimmig damit, ein Konzept für den Bereich zwischen der Stromer Landstraße und dem Ochsenweider Weg zu erstellen.

Schulkinder haben keinen sicheren Übergang

Hintergrund ist einerseits, dass Schulkinder morgens die Straße überqueren müssen, um zum Schulbus im Einmündungsbereich der Stromer in die Stedinger Landstraße zu gelangen. Andererseits rechnen die Politiker damit, dass durch den Neubau eines Spielplatzes am Marschweg auch die Fußgängerfrequenz in die andere Richtung künftig zunehmen wird.

SPD stellt verschiedene Anträge

Die SPD-Fraktion hatte in einem Antrag mehrere Maßnahmen gefordert, die zu einer erhöhten Sicherheit auf der Strecke beitragen sollen, unter anderem eine Fußgängerampel in Höhe der Straße „An der Bahn“ als Überquerungsmöglichkeit zum neuen Spielplatz. Dieser Idee erteilte Hendrik Abramowski, Leiter des Fachdienstes Verkehr, gleich eine Absage. Die Ampel würde zu dicht am Kurvenbereich liegen.

Weiterlesen: Ende der Bahnstrecke nach Lemwerder eingeleitet 

Dennoch zeigte er sich den Anliegen der Politiker aufgeschlossen gegenüber und kündigte für die Zeit nach den Osterferien eine Zählung an, bei der ermittelt werden soll, zu wie vielen Fußgängerquerungen es in dem Bereich gibt. „Das ist die Zahl, die ich haben möchte, bevor wir dort über eine Lichtsignalanlage nachdenken“, sagte er. Angesichts der geschilderten Probleme für Schulkinder, die Straße zu überqueren, hält er auch eine Ampel an der Stromer Landstraße für möglich. „Das ist finanziell natürlich eine ganz andere Hausnummer“, gab er zu bedenken. Auch würde er gerne die Ergebnisse der Verkehrszählung aus dem vergangenen Jahr abwarten, mit diesen rechnet er im Herbst. Die aktuelle Zahl von 6900 Fahrzeugen am Tag stammt aus dem Jahr 2010 und erscheint ihm nicht mehr aktuell.

„Keine Chance, über die Straße zu kommen“

Dies sieht auch Hemmo Kruse (SPD) so: „Um 17 Uhr gibt es keine Chance, über die Straße zu kommen“, berichtete er. Er bat Abramowski darum, bei der Zählung der Fußgängerquerungen schon um 6.30 Uhr zu beginnen, um die Schüler zu registrieren. „Um 11 Uhr braucht sich da keiner hinstellen.“

Polizei soll einbezogen werden

Abramowski und Fachbereichsleiter Fritz Brünjes wollen nun – wie von der Politik gefordert – eine Gesamtlösung für den Bereich erarbeiten. Polizei und Unfallkommission sollen dabei einbezogen werden. Die Ergebnisse sollen schließlich im Ortsrat vorgestellt werden.