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Garten ist ihr größtes Hobby Delmenhorsterin Johanna Hampel feiert 100. Geburtstag

Von Thomas Breuer | 13.12.2015, 16:07 Uhr

Johanna Hampel ist eine kleine, zierliche Frau, die am Sonntag, 13. Dezember, in einen illustren Kreis aufgenommen wurde.

Die gebürtige Schlesierin vollendete ihren 100. Geburtstag und ist damit eine von derzeit 13 Delmenhorsterinnen, die ein dreistelliges Lebensalter vorweisen können.

Drei Kinder, neun Enkel, elf Urenkel und fünf Ururenkel

Zur Feier im Lokal „Zur Eiche“ in Schlutter hatten sich große Teile der Familie eingefunden, die inzwischen weitverzweigt ist. Drei Kinder hat Johanna Hampel zur Welt gebracht: Hans-Joachim, Dorothee, die alle nur Dorle nennen, und den schon vor vielen Jahren verstorbenen Karl-Heinz. Die weiteren Generationen bestehen aus neun Enkeln, elf Urenkeln und fünf Ururenkeln, wobei die weiblichen Nachkommen deutlich dominieren.

1946 aus Schlesien vertrieben

Daheim im schlesischen Liebau hatte Johanna Hampel eine Bäckerei betrieben. Als Folge des Krieges musste sie zusammen mit ihren Kindern 1946 die Vertreibung über sich ergehen lassen. Rund 1300 Liebauer kamen seinerzeit in Güterwagen nach Delmenhorst, das 1961 offiziell Patenstadt des Städtchens wurde.

Die Jubilarin kocht noch selber

Als Hausfrau und Mutter meisterte Johanna Hampel hier über Jahrzehnte ihren Alltag – und noch heute kann die nunmehr 100-Jährige sich selbst versorgen. Ihrem Alter entsprechend geht manches etwas langsamer, doch Sohn Hans-Joachim sagt nicht ohne Stolz: „Sie kocht selber.“ Überhaupt: Seine Mutter ist auch geistig auf der Höhe der Zeit und widmet sich, so gut es eben geht, ihrem nach wie vor größten Hobby, dem Garten. „Ohne ihren Garten könnte sie gar nicht“, sagt Tochter Dorle.

Offizielle Glückwünsche der Stadt

Zum Ehrentag machte im Namen der Stadt Delmenhorst auch Ehrenratsfrau Käthe Stüve ihre Aufwartung am Ort der Feier. Johanna Hampel freute sich darüber, wie über jede der vielen Hände, die sie zu schütteln hatte. Dass sie nun schon 100 ist, ließ sie sich auch später, eingerahmt von der Familie an der festlichen Tafel, äußerlich nicht anmerken.