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Gartenserie: Ganderkeseer Bauerngarten Gartenserie: Fünf Tipps für einen tollen Bauerngarten

Von Antje Cznottka | 23.04.2015, 19:24 Uhr

Eine grüne, vielfältige Oase, die gleichzeitig mit Gemüse, Obst und Kräutern versorgt – dieser Balanceakt gelingt Traute Schwarting in ihrem Bauerngarten. Auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen Areal reihen sich 150-jährige Rotbuchen, Linden und Hainbuchen, an Hortensien, Magnolien, Rosensträucher und Buxbäume. Daneben wachsen Kürbisse, Tomaten Gurken, Bohnen, Paprika und Zwiebeln.

1. Mit natürlichem Dünger arbeiten

Bereits im Herbst gräbt Traute Schwarting verrotteten Mist und Kompost in die Erde ihres Gartens in Thienfelde ein. So kann sie auf künstlichen Dünger verzichten. Bei der Aussaat im Frühjahr muss sie den Boden dann nur noch einmal auflockern.

2. Auf Insektenschutzmittel verzichten

Auf Insektenschutzmittel verzichtet Schwarting ganz. Gegen Unkraut hilft Rindenmulch auf den Beeten mit Sträuchern, Stauden und Co. Er vermindert den Lichteinfall am Boden und verhindert so das Wachstum von Unkraut, was in großen Gärten viel Arbeit spart. Darüber hinaus speichert der Rindenmulch Feuchtigkeit im Boden.

Größere Kulturen sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Wenn die Pflanzen bunt gemischt angepflanzt werden, sorgt das für eine natürliche Schädlingsbekämpfung. So wechseln sich Zwiebel- und Karottenreihen in Traute Schwartings Gemüsebeeten ab. Die Zwiebel- und Möhrenfliege, die das jeweils andere Gemüse nicht mögen, werden so ferngehalten.

3. Auf die Vielfalt achten

Welche Pflanzen gepflanzt werden, kann der Gartenfreund relativ frei entschieden. Allerdings sollte er darauf achten, dass die Mischung stimmt. Traute Schwarting pflanzt zum Beispiel in ihrem Garten Rhododendren, Hortensien und Rosen zusammen. Erst blühen die Rhododendren, dann folgen Hortensien und Rosen. So hat sie lange die Blütenpracht vor Augen.

4. Den richtigen Standort wählen

Auch bei der Standortwahl genießen Gartenfreunde viele Freiheiten. Allerdings müssen die Licht- und Wasserbedürfnisse der Pflanzen beachtet werden. Rosen brauchen zum Beispiel viel Licht. Sie sollten daher nicht unter zu ausladenden Sträuchern stehen. Rhododendren und Buxbäume vertragen indes auch Schatten, genau wie Funkien. Sie sind außerdem gute Bodendecker und verhindern so die Ausbreitung von Unkraut.

Außerdem: Wo kranke Buxbäume gestanden haben, dürfen keine neuen Buxbäume gepflanzt. Sie würden die Krankheit sonst übernehmen, weiß Schwarting.

5.Frostschutz

Wer wie Traute Schwarting schon früh mit der Aussaat beginnt, muss die Pflanzen vor nächtlichem Frost schützen. Das Hokaido-Beet im Bauerngarten wird vorsichtshalber mit einer Fließdecke gegen eisige Temperaturen abgeschirmt.