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Gartenserie Querbeet: Aktionstag Zweiter Delmenhorster Gartentag mit großem Programm

Von Thomas Deeken | 16.04.2015, 18:40 Uhr

Die Oldenburger Gartenfreunde wollen die Delmenhorster mehr für das Thema Gärten sensibilisieren. Nächste Aktion ist der Gartentag auf der Nordwolle am Samstag, 25. April.

Wenn es um Gärten geht, ist Delmenhorst bisher ein weißer Fleck in der Region, sagt Edith Wesler von den Oldenburger Gartenfreunden. Sie hat zwar mehrere Jahre an der Delmenhorster Volkshochschule Kurse über Gärten von der Geschichte bis zur Gestaltung gegeben. Zu einem regelmäßigen Austausch von Gartenfreunden ist es aber bislang nicht gekommen. Und offene Gärten, so wie sie es in der Stadt Oldenburg mit dem Schlossgarten oder mit den Aktionstagen in Dötlingen, Hude und in der Wesermarsch kennt, gibt es auch noch nicht – bis jetzt. Das soll sich aber künftig ändern. Als Rentnerin hat die Oldenburgerin nämlich inzwischen mehr Zeit zum Organisieren, um die Delmenhorster noch mehr für Gärten zu sensibilisieren. Nächste Aktion ist der Gartentag auf dem Gelände der Nordwolle am Samstag, 25. April – eine Veranstaltung, die mindestens doppelt so groß werden soll wie die bei der Premiere im vergangenen Jahr.

Forum zum Austausch

„Wir wollen Gartenbesitzern und anderen Garten-Interessierten ein Forum zum Austausch geben, günstige Gartenpflanzen anbieten und über Gärten und Gartenreisen informieren“, sagt Edith Welser, die auf drei Mitstreiterinnen im Organisationsteam bauen kann: auf Margret Hoffmann, die am 13. und 14. Juni als erste Delmenhorsterin ihren Privatgarten für Neugierige öffnen möchte und inzwischen auch zu den Oldenburger Gartenfreunden gehört, auf Jana Harriefeld, Museumspädagogin im Stadt- und Fabrikmuseum, und auf Iris Engler vom Café im Kunsthandwerk.

„Verweilen in Gärten regt den Geist an“

„Gärten sind ganz wichtig für unser Leben“, weiß die Oldenburgerin. „Das Verweilen in der Natur und in Gärten regt den Geist an.“ Das sei inzwischen erwiesen. Und das hätten auch frühzeitig die Engländer gewusst und schon im 18. Jahrhundert prächtige Gärten errichtet, „um dort ihren Geist zu erweitern“.

Die Veranstaltung in Delmenhorst, für die die Organisatorinnen das Motto „Wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf!“ gewählt haben, beginnt um 9 Uhr mit dem Staudenflohmarkt, den es bereits im vergangenen Jahr auf dem Grundstück des Cafés im Kunsthandwerk gegeben hat. Diesmal soll der Flohmarkt aber größer werden. Grund genug, die Aktion auf die Fläche zwischen Stadt- und Fabrikmuseum zu verlegen. Dort sollen Gartenbesitzer bis 16 Uhr Stauden, kleine Sträucher und Gemüsezöglinge anbieten. Zwei Plätze sind noch frei. Wer mit dabei sein und Pflanzen verkaufen möchte, kann sich noch bei Margret Hoffmann unter Telefon (04221) 42582 melden.

Vier Künstler präsentieren ihre Werke

Parallel zum Flohmarkt präsentieren vier Künstler ihre Werke zum Thema Garten: die Malerin Bärbel Purnhagen, der Schmied Peter Brünning, die Korbflechterin Tanja Teuber und der bildende Künstler Mathias Rüffert. Darüber hi-naus bieten die Oldenburger Gartenfreunde jede Menge Infos über private und öffentliche Gärten in der Umgebung und rund 300 Bücher, die nur am Gartentag 20 Prozent günstiger sein sollen als sonst.

Die Volkshochschule beteiligt sich mit drei Veranstaltungen – mit zwei Kursen zu den Themen Gartengestaltung und Rosenkunde sowie einem Bildervortrag von Dr. Manfred Witte, der immer mal wieder in England unterwegs ist, um über „Sommerliche Prachtgärten in Großbritannien“ berichten zu können.

Zwei Führungen über die Nordwolle

Außerdem sind zwei Führungen vorgesehen: Ab 12 Uhr berichtet Regina Ungethüm-Meißner in der Rolle der Unternehmergattin Armine Lahusen aus ihrem Garten, der sich vor rund 100 Jahren im heutigen Wollepark und im Privatbesitz der Unternehmerfamilie befand. Zwei Stunden später lädt Hanna Fischer zu einem geschichtlichen und naturkundlichen Rundgang durch den Wollepark ein.

Iris Engler will sich am Gartentag schwerpunktmäßig dem Thema Rosen widmen. Sie bietet Köstlichkeiten vom Rosentee bin hin zur Rosentorte an, serviert aber auch Gemüse-Quiche. Genau wie ihre Mitstreiterinnen vom Organisationsteam hofft sie auf gutes Wetter. Denn dann können die Gäste auch gemütlich in ihrem kleinen urigen Café-Gärtchen sitzen.

Laut Prognose soll es heiter bis wolkig und 18 bis 20 Grad warm werden, weiß Margret Hoffmann schon jetzt. Dann könnten auch viele Besucher zur Nordwolle kommen. Genau wie Edith Wesler möchte sie die Besucherzahl vom Vorjahr, als etwa 150 Gartenfreunde gezählt wurden, deutlich toppen. Die Oldenburgerin hofft auf die doppelte Zahl. Margret Hoffmann würde sich damit allerdings nicht zufriedengeben: „Mein Wunsch ist, dass mindestens 500 Leute kommen.“