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Gastrede zur Flüchtlingslage Neujahrsempfang beim Delmenhorster Kreisblatt

Von Thomas Breuer | 06.01.2016, 12:57 Uhr

Rund 100 geladene Gäste nehmen in den Vormittagsstunden dieses Mittwochs am traditionellen Neujahrsempfang des Delmenhorster Kreisblatts teil.

Die Vertreter der öffentlichen Lebens, unter anderem aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Soziales, Kirche und Bundeswehr, sind von den Geschäftsführern der dk Medien GmbH & Co. KG, Frank Dallmann und Jens Wegmann, begrüßt worden, die unter anderem auf die zahlreichen Neuerungen im digitalen Bereich des Zeitungshauses verwiesen.

Digital immer besser aufgestellt

Der seit Anfang 2015 neue Internetauftritt, das neue ePaper-Angebot und die News-App für das Smartphone zeigten, dass sich das dk mehr denn je den aktuellen Herausforderungen der im Umbruch befindlichen Medienbranche stelle, die den Veränderungen der Nutzungsgewohnheiten in der Leserschaft Rechnung trage. Frank Dallmann sagte: „Durch die bisher eingeleiteten Maßnahmen sehen wir uns gut gerüstet für diesen Prozess und freuen uns, mit der Neuen Osnabrücker Zeitung einen starken und innovativen Partner an unserer Seite zu haben.“

Petra Gerlach gibt Einblick in Flüchtlingsarbeit

Als Gastrednerin des Empfangs gab Petra Gerlach einen detaillierten Einblick in die Betreuung und Unterbringung der Flüchtlinge in Delmenhorst. Sie ist seit Anfang 2014 städtische Fachbereichsleiterin für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr und sprach auch über die ersten Erfahrungen mit den über die reguläre Quote vom Land zugewiesenen Menschen aus fremden Ländern, die ab Mitte Oktober immer zahlreicher nach Delmenhorst kamen. Eine der ersten Erkenntnisse seit gewesen, es mit vielen jungen Menschen zu tun zu haben, „die noch unterwegs sind und sich nicht aufhalten lassen und sehr gut vernetzt und informiert sind“.

Gerlach weiter: „Was wir vor allem gelernt haben, ist genau hinzuschauen und zuzuhören.“

Mehr als 1300 Personen in Delmenhorst aufgenommen

Manche Begegnungen, so die Spitzenbeamtin, hätten sie sehr geprägt. Etwa die Familie, die ihren ältesten Sohn an der süddeutschen Grenze verloren hatte und ihn erst nach einer Woche wieder in die Arme schließen konnte, oder auch die Ankunft von Familien mit sehr kleinen Kindern, in einem Fall ein erst vier Tage alter Säugling.

In den vergangenen zweieinhalb Monaten sind laut Gerlach insgesamt – über die reguläre Quote und Amtshilfeersuchen – etwas mehr als 1300 Personen in Delmenhorst angekommen und untergebracht worden, zum Teil allerdings nur vorübergehend. Die Fachbereichsleiterin sagte: „Auch wir müssen uns bewusst machen, dass Kapazitäten endlich sind und jede Mitarbeit ihre Leistungsgrenzen hat.“

Mehrere Kommunen und Kreise bei Empfang vertreten

Gäste des Neujahrsempfangs waren auch die Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen (CDU) und Susanne Mittag (SPD). Oberster Repräsentant der Stadt Delmenhorst war Oberbürgermeister Axel Jahnz, Ganderkesee wurde durch Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas vertreten. Auch Repräsentanten aus den Landkreisen Oldenburg und Diepholz sowie den Gemeinden Hude, Stuhr und Lemwerder unterstrichen durch ihre Teilnahme die Bedeutung der Zusammenkunft.

Weitere Berichterstattung zum Thema folgt.