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Gebäudenutzung in Delmenhorst Fröbelschule in Delmenhorst soll Platz für Förderschüler bieten

Von Kai Hasse | 15.10.2018, 10:16 Uhr

Lange war nach der Nutzung für Flüchtlinge unklar, wie nun die Fröbelschule in Delmenhorst genutzt werden könnte. Nun gibt es einen ersten Plan: Das Gebäude könnte Platz machen für Förderschüler.

In der leer stehenden Fröbelschule in Delmenhorst soll Platz für Schüler der Förderschule an der Karlstraße gemacht werden. Das ist ein Plan der Stadt. Am Dienstag, 23. Oktober, soll er im Stadtrat diskutiert und nach Empfehlung der Stadt abgesegnet werden.

Immer mehr Schüler in Schule an der Karlstraße

Ursprung der Idee ist ein Platzproblem in der Schule an der Karlstraße: Denn aktuell werden 139 Schüler in den 18 Klassen an der Förderschule unterrichtet. Für das noch laufende Schuljahr geht die Verwaltung aber mittlerweile von bald mindestens 148 Schülern aus. Das liegt am sogenannten „unterjährigen Schulwechsel“, also den Wechseln auf die Förderschule von Kindern, bei denen der Förderbedarf erst später aufgefallen ist. Der Schülerzuwachs werde außerdem durch Zulauf aus den angrenzenden Landkreisen verstärkt, zu deren Beschulung die Stadt Delmenhorst sich vertraglich verpflichtet hat. So geht es aus einer Vorlage der Verwaltung hervor.

Fröbelschule soll nun aushelfen

Bereits jetzt seien die Klassen der Förderschule überfüllt. Das bedeute eine Belastung der Lehrer sowie der Schüler. Und das Haupthaus an der Karlstraße verfüge über zu wenige Klassenräume: Es hat zehn Klassenräume, die Außenstelle an der Steller Straße sieben. Davon sind zwei in Containerklassen untergebracht. Die Umwidmung von Fach-, Ruhe- und Therapieräumen sei ausgeschöpft. Sprich: Die Schule platzt schon jetzt aus allen Nähten.

Deshalb soll nun die Fröbelschule, die zuletzt als Heimat für Flüchtlinge diente, aushelfen. Dafür muss sie entsprechend umgebaut werden. Nach bisherigem Stand brauche es zur Herrichtung 413.000 Euro Aufwandskosten und 90.000 Euro Investitionen. Die Mittel sollen durch Kredite bei niedrigen Zinsen sowie Umschichtungen anderer Vorhaben und ihrer Kosten und günstigere Anschaffungen erreicht werden.

Andere Möglichkeiten diskutiert

So könne Platz für voraussichtlich 32 Schüler der Sekundarstufe II geschaffen werden. Die Vorlage dazu: „Die Fröbelschule bietet mit ihren Räumlichkeiten und der ebenerdigen, barrierefreien Erreichbarkeit die idealen Voraussetzungen zur Einrichtung der 4 Klassen des Sek II Bereiches der Schule an der Karlstraße.“

Andere Möglichkeiten seien lange geprüft worden, wie Räume der „alten VHS“ an der Louisenstraße, die Kita Rappelkiste oder eine Erweiterung des Haupthauses. Die Ansprüche der Förderschule wurden aber an keinem der Orte zufriedenstellend erfüllt, oder es mangelte am Platz.