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Gebühren in Delmenhorst Das Rasengrab kostet künftig 63,40 Euro mehr

Von Kai Hasse | 21.11.2018, 12:03 Uhr

Die Delmenhorster müssen im kommenden Jahr unter anderem mehr für Bestattungen oder mehr für Biomüll-Abfuhr zahlen. Der Stadtrat hat am Dienstagabend, 20. November, mehrere Gebührenordnungen beschlossen. In einigen Punkten werden die Delmenhorster auch entlastet.

En bloc haben die Mitglieder des Stadtrates gleich mehrere Satzungen für Abgaben und Gebühren für das Jahr 2019 einstimmig durchgewunken. Sie basieren auf den Kalkulationen, die die Kommune jährlich über die entstandenen Kosten für Müllabfuhr, Abwasser oder auch Beerdigungen aufstellt und auf der Überlegung, wie Mehrkosten oder Entlastungen auch durch den Gebührenzahler – also den Delmenhorster Bürger – ausgeglichen werden. Dadurch gibt es leichte Schwankungen. Ein Überblick:

Etwas mehr Geld für die Biotonne

Bei der Müllabfuhr sinken die meisten Gebühren. Pro Restabfallbehältern – in den Größen von 60 bis hin zu 240 Liter – sollen Delmenhorster künftig 81,50 Euro bis zu 283,90 Euro pro Jahr zahlen. Die Sätze im Jahr 2018 betragen noch 82,50 bis 284,90 Euro. Die Abfuhr von Bioabfallbehälter hingegen steigt in den Gebühren leicht. Für sie muss man je nach Größe von 64,30 Euro (2018 noch 63,50 Euro) bis 148,90 Euro (2018 noch 142,50 Euro) zahlen.

Keine Veränderung gibt es bei der Straßenreinigung. Pro Meter Frontlänge an der Straße werden für Straßenreinigung 1,55 Euro, und für Straßenreinigung mit Winterdienst 3,77 Euro erhoben. Das ist der Satz aus dem laufenden Jahr.

Der Schmutzwasserbeitrag sinkt leicht: Statt 3,15 Euro pro Kubikmeter sollen im kommenden Jahr 3,10 Euro gezahlt werden – 1,6 Prozent weniger. Beim Niederschlagswasser steigt der Beitrag von 0,71 Euro auf 0,73 Euro pro Kubikmeter – 2,8 Prozent mehr.

Klärschlamm in Delmenhorst verschmutzter als zuvor

Die Beseitigung von Abwasser aus Grundstücksabwasseranlagen wird zum Teil deutlich erhöht: Das Entsorgen von Abwasser aus abflusslosen Sammelgruben kostet künftig 31,78 Euro statt 31,65 Euro pro Kubikmeter. Für die Entsorgung von Fäkalschlamm aus Klein-Kläranlagen steigt der Betrag von 59,30 auf 75,57 Euro pro Kubikmeter – ein Plus von über 27 Prozent. Gründe für diese deutliche Steigerung sind ein laut Stadtwerke deutlich höherer Verschmutzungsgrad des Schlamms sowie ein neuer Vertragspartner für die Abfuhr.

Teurere Bestattungen

Bei Friedhofsgebühren steigen die Kosten für Erwachsenenbestattungen um gut vier Prozent: beim Rasengrab von 1442,10 auf 1505,50 Euro und bei der Wahlgrabstelle von 1653,70 auf 1726,30 Euro. Urnenbestattungen werden dagegen etwas günstiger – je nach Urnenbeisetzungsart von 1105,40 auf künftig 1093,30 Euro (Urnenbestattung Reihengrab im Rasenfeld) bis zu 1208,70 auf künftig 1196,20 Euro für die Wahlgrabstelle.