Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Gebührenanpassungen in Delmenhorst Bestattungen auf dem Friedhof Bungerhof werden teurer

Von Frederik Grabbe | 05.11.2018, 08:15 Uhr

Mehr Bestattungen bedeuten für den Friedhof in Bungerhof mehr Einnahmen. Dennoch werden dort die Gebühren angezogen. An anderen Stellen tun sich leichte Einsparpotenziale für Verbraucher auf.

Mehr Kosten beim Biomüll, Einsparungen beim Abwasser und Gebührensteigerungen auf dem Friedhof in Bungerhof: Zum Jahresende will die Stadt Delmenhorst einige Gebührensätze anpassen. Das geht aus den Vorlagen zum nächsten Planungsausschuss am 6. November hervor. Das letzte Wort hat der Rat.

Mehrkosten beim Biomüll, leichte Einsparungen beim Restmüll

 Abfall: In der Nachkalkulation für 2017 stellt die Stadt fest, dass ein positives Ergebnis von 466.000 Euro vorliegt. Dies haben etwa höhere Erlöse (215.000 Euro), geringere Entsorgungskosten (95.000 Euro) oder mehr Gebühren (85.000 Euro) möglich gemacht. In dieser Richtung soll es weitergehen: 2018 rechnet die Stadt bislang mit einem Plus von 185.000 Euro. Für den Verbraucher ergeben sich daraus vereinzelte Kostenveränderungen: Weil für 2019 erwartet wird, dass mehr Restmülltonnen entleert werden müssen, steigen die Einnahmen bei den Gebühren. Praktisch heißt das: Bei Restabfallkleinbehältern (bis 240 Liter) sinken die Kosten zwischen 0,35 und 1,21 Prozent. Das wären bemessen an der aktuellen Satzung je nach Behältergröße zwischen 28 Cent und 3,44 Euro jährlich. Beim Bioabfall hingegen sind die 2019 erwarteten Mehrkosten größer. Um 1,58 bis 5,50 Prozent wird seine Abfuhr teurer. Praktisch bedeutet das je nach Behältergröße 1 bis 6,40 Euro Mehrkosten im Jahr.

Weniger Kosten fürs Abwasser

 Abwasser: Einsparungspotenzial birgt hingegen die Beseitigung von Abwasser. 2017 stand in der Nachkalkulation ein Überschuss von 716.000 Euro in den Büchern. Grund waren geringere Kosten bei der Beseitigung von Schmutz- und Niederschlagswasser. Auch 2018 wird ein positiver Gesamtabschluss erwartet (556.000 Euro). Die guten Betriebsergebnisse aus den Vorjahren wirken sich beim Schmutzwassergünstig auf die Gebühren aus: Eine Senkung von 1,59 Prozent ist vorgesehen. Beim Niederschlagswasser hingegen steht eine Kostensteigerung von 2,82 Prozent an. Das liegt laut Vorlage auch an eingebrochenen Erlösen in diesem Jahr (-27 Prozent), was möglicherweise mit dem Dürresommer zu tun haben könnte. Insgesamt kommt der Verbraucher aber besser weg: Einem Fallbeispiel zufolge zahlt 2019 eine dreiköpfige Familie mit 45 Kubikmetern Schmutzwasserverbrauch im Jahr und 150 Quadratmetern überbauter Fläche gegengerechnet 3,75 Euro (0,71 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Bestattungen in Bungerhof werden teurer

 Friedhofsgebühren: Hier stehen mehrheitlich Mehrkosten an – zumindest für Bestattungen auf dem Bungerhofer Friedhof. Zwar hat die Stadt 2017 ein positives Ergebnis von rund 17.000 Euro notiert, was besonders an einem „erhöhtem Bestattungsaufkommen“ und den damit verbundenen Gebühren liegt, wie es in der Vorlage heißt. Diese positive Tendenz bei den Finanzen deutet sich auch für das Jahr 2018 an (+35.000 Euro). Dennoch werden teilweise Kostensteigerungen fällig, was unter anderem an gestiegenen Personalkosten oder Leistungen des Baubetriebshofes liegt, der den Friedhof pflegt. Eine Erwachsenenbeisetzung soll um 4,40 Prozent teurer werden. Die Beisetzung im Reihengrab soll 2019 nun 1505 Euro (+63 Euro), die im Wahlgrab 1726 Euro (+73 Euro) kosten. Die Bestattung in einer Urne wird hingegen leicht billiger: Je nach Fall sinken die Kosten um etwa 1 Prozent auf 1093 bis 1265 Euro.

Keine Änderung bei der Straßenreinigung

 Straßenreinigung: Hier stehen keine Veränderungen an. Das liegt laut Vorlage auch an ziemlich großen Einsparungen des Straßenwinterdienstes, wie die Nachkalkulation für 2017 zeigt. Allein 580.000 Euro weniger Ausgaben sind hier verzeichnet worden.