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Gedanken zu Lebenswegen Kinder malen für Feier des Hospizdienstes Delmenhorst

16.01.2015, 19:58 Uhr

Kinder zweier Grundschulen haben Bilder zum Thema „Lebensweg“ in einem Projekt der Jugendkunstschule und des Hospizdienstes zu Leinwand gebracht. Sie sind am 31. Januar bei der Feier des Hospizvereins in der Markthalle zu sehen..

Was macht einen Lebensweg aus? Wie unterschiedlich kann er sich gestalten? Und was steht am Ende dieses Weges? Mit diesen Fragen beschäftigen sich acht Kinder seit Oktober in der Jugendkunstschule (JuKu). Anlässlich der Feier zum 20-jährigen Bestehen des Hospizdienstes Delmenhorst haben jeweils vier Schüler der Grundschule Iprump und der Parkschule unter dem Titel „Lebenswege“ Acrylbilder gemalt, Collagen gebastelt und Zeichnungen zu Papier gebracht. Am Freitag vollführten sie die letzten Pinselstriche für das Projekt, das von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), dem Lions Club Gräfin Hedwig und einer Einzelspende des Hospizdienstes unterstützt wurde. Zu sehen sind die Bilder bei der Feier am 31. Januar ab 10.30 Uhr in der Markthalle.

Die Acrylbilder auf den Leinwänden zeigen den Lebensweg verschiedener Tiere. Sie alle hinterlassen ihre Spuren, ob im Wasser, in der Luft oder auf dem Land. Nebeneinander gereiht ergänzen sich die Motive, eine Spur geht in die nächste über, sodass ein langes Bild mit einer langen Spur entsteht.

„Jeder wird durch das Sterben berührt“, sagt Margret Schmidt vom Hospizdienst. „Jeder sollte im wahrsten Sinne endlich leben, denn dann lebt man bewusster und das Ende wird natürlicher.“ Bei dem Projekt sollten sich die Kinder aber nicht nur mit dem Thema Tod beschäftigen. „Jeder hat schon mal den Tod erlebt, sei es der Tod eines Haustiers oder eines Verwandten“, so JuKu-Leiterin Bärbel Schönbohm. Daher habe es gute Anknüpfungspunkte gegeben, doch der Weg hin zum Ende stand mehr im Vordergrund.

Die zehnjährige Susanne hat auf ihrer Leinwand eine Eule, eine Ente und einen Kanarienvogel gemalt. Sie alle fliegen zusammen auf einem gemeinsamen Lebensweg. „Ich mag Kanarienvögel sehr gern und bekomme auch bald einen“, erklärt sie. Ihre Lieblingstiere hat auch die gleichaltrige Leann auf Leinwand gebannt: einen Hasen, eine Schlange, einen Vogel und mit einem Einhorn auch ein Fantasiewesen. Mit Zeichnungen stellten die Kinder Baumhäuser als Lebensbäume dar, mit vielen Zimmern, verschiedenen Treppen und Ästen, auf denen es sich waghalsig leben lässt. Die Baumhäuser symbolisieren somit das wahre Leben.

Die Werke sollen nach der Feier des Hospizdienstes auch bei der LzO zu sehen sein.