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Gefahren in den Blick genommen 3. Fachtag Suchtprävention an BBS II Delmenhorst

Von Marco Julius | 26.05.2016, 17:59 Uhr

65 Schüler haben mit einem Team der Anonymen Drogenberatung über Suchtgefahren gesprochen. Beim Fachtag konnten die Schüler dabei durchaus auf eigene Erfahrung zurückgreifen.

Musik, nette Leute, Alkohol, Drogen, Kaugummi. Das zählen die Schüler auf, wenn danach gefragt wird, was zu einer guten Party gehört. „Partykompetenzen“ war ein Workshop überschrieben, der am Donnerstag beim bereits dritten Fachtag Suchtprävention in der Berufseinstiegschule der Kerschensteiner-Schule (BBS II) angeboten wurde. In Kooperation mit der AG Schule des Kriminalpräventiven Rates hat ein Team der Anonymen Drogenberatung (drob) mit den Schülern vier Themenfelder beackert. Mobbing im Internet, Glücksspielsucht, Partykompetenzen und Soziale Netzwerke sind auf Suchtgefahren und Präventionsmöglichkeiten hin abgeklopft worden.

65 Schüler beteiligt

65 Schüler, darunter 18 Sprachschüler, haben sich am Fachtag beteiligt. „Es zeigt sich immer sehr schnell, dass Schüler bereits über eine Menge eigener Erfahrungen verfügen“, sagte Henning Fietz von der drob. Schüler, die um Geld pokern, bei Online-Wetten Geld setzen, Alkohol und Drogen probiert haben, sind auch im Workshop keine Einzelfälle. Gerade beim Thema soziale Netzwerke konnten die Schüler mitreden. Auch wenn vielen Schülern die Gefahren bewusst sind, etwa wenn sie private Dinge ins Netz stellen, sei es immer wieder notwendig, diese Themen gezielt anzusprechen, betonte Florian Bogun, kommisarischer Abteilungsleiter an der Schule. Dabei sei es immer hilfreich, wenn Experten von außen in die Schule kommen. „Da bekommt das Thema Suchtprävention gleich noch einmal eine ganz andere Bedeutung.“

Aufklärung als Ziel

Aufklärung, Stärkung des Selbstbewusstseins, Sensibilisieren für Gefahren beim Konsum – das sind einige Ziele des Fachtags, der aufgrund des Erfolgs auch weiterhin zum festen Bestandteil des Schuljahres gehören soll. Der Fachtag diente am Ende auch dazu, Hemmschwellen abzubauen. „Wer sich mit einem persönlichen Problem an die Anonyme Drogenberatung wenden will, hat jetzt bereits Gesichter vor Augen“, betonte Bogun.