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Geld von Denkmalschutzstiftung 50 000 Euro für die Delmestau-Sanierung

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 04.08.2016, 20:03 Uhr

Weil der Delmestau für die Identität von Hasbergen steht und ein Zeugnis von Handwerksgeschichte ist, unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Sanierung.

„Dieses Denkmal ist wichtig für das Ortsbild von Hasbergen“, erklärte Sabine Kallmann von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am Donnerstag vor dem Delmestau. Die Stiftung unterstützt die Sanierung des Delmestaus mit 50 000 Euro. Orte wie das Wehr an der Wassermühle seien ein Zeugnis industrieller Geschichte, sagt Kallmann, schließlich sei die Mühle schon im 15. Jahrhundert genutzt worden.

Sanierung bis Ende September

Seit knapp zwei Wochen ist der Bereich rund um die Museumsmühle eine Baustelle. Das Wasser hinter dem Wehr wurde gestaut, Fluss soll trocken gelegt werden. Das Wasser wird dafür über das Gewässer Influt um den Delmestau herumgeführt. Die Fische werden mit einem Netz aus der Delme herausgehoben und an anderer Stelle wieder eingesetzt.

„Die Spende ist ein guter Meilenstein, um das zu sichern“, sagte Heiko Stubbemann, Vorsteher des Ochtumverbands über den Beitrag der Stiftung. Der Verband hat die Kosten für die Sanierung zunächst auf knapp 400 000 Euro geschätzt , der tatsächliche Aufwand soll nun doch etwas kostengünstiger sein.

Förderung aus EU-Fond

Neben den 50 000 Euro von der Denkmal-Stiftung, die aus Spendengeldern und Einnahmen der Lotterie Glücksspirale bestehen, wird das Projekt zudem mit 132 000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) der EU gefördert. Die Sanierung soll planmäßig Ende September abgeschlossen sein.

Dass die Arbeiten am Wehr gefördert werden, sei einem Umdenken im Denkmalschutz geschuldet, erklärte Sabine Kallmann. Denkmalschutz nehme heute nicht mehr nur Kulturdenkmäler, sondern auch Industriedenkmäler und Denkmäler des Handwerks in den Fokus. „Denkmäler sind wichtig für die Identität von Orten “, sagte sie.