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Gelungenes Tribute-Konzert Kings of Floyd erinnern in Delmenhorst an Pink Floyd

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 05.11.2017, 15:12 Uhr

Die Tribute-Band Kings of Floyd hat vor mehr als 450 Zuschauern in Delmenhorst die Wucht des Pink-Floyd-Sounds in den Theatersaal gezaubert. Auch die Lichtshow konnte dabei beeindrucken.

Sich mit Legenden zu messen, ist eine riskante Angelegenheit – gerade für Musiker. Der Tribute-Band Kings of Floyd ist dies am Samstag aber hervorragend gelungen. Sie hat mit einem stimmungsvollen Konzert im Kleinen Haus an die Rocklegenden von Pink Floyd erinnert. Mit „Dark Side of the Moon“ haben Pink Floyd eines der meistverkauften Alben der Geschichte veröffentlicht, mit „The Wall“ das wohl bekannteste Konzeptalbum aller Zeiten geschaffen. Die Wucht der technisch revolutionären Band haben am Samstag die Kings of Floyd auf die Bühne gezaubert und dabei ein Best-of der verschiedenen Schaffenssphasen von Pink Floyd präsentiert.

Beeindruckende Lichtshow

Die Lichtshow, die die Kings of Floyd im Kleinen Haus aufgebaut hatten, war beeindruckend und vermutlich mit das Beste, was technisch je im Delmenhorster Theatersaal zu sehen war: Mit einer von Scheinwerfern umrahmten Videowand und unzähligen Lichtern auf der Bühne verliehen sie ihrem Konzert zusätzlichen Reiz und Atmosphäre. Als bei „Welcome to the Machine“ erstmals noch Laserlicht über dem Publikum flackerte, war der Lichterrausch perfekt. Bei Songs wie „Comfortably Numb“ fügten sich Musik und Licht zu einem nahezu perfekten Konzerterlebnis zusammen.

Keine großen Rockstar-Gesten

Zu kämpfen hatten die Kings of Floyd lediglich mit dem grundsätzlichen Problem der Tribute-Bands: Jedem ist klar, dass die Musiker auf der Bühne nicht die echte Band sind. Jeder Ton, jede Geste wird – vielleicht auch manchmal etwas überkritisch – mit dem Original verglichen. Wie von ihrem Vorbild vorgelebt, hielten sich die Kings of Floyd jedoch mit den großen Rockstar-Gesten zurück und ließen dem Licht und vor allem der Musik den Vortritt. Entsprechend schnell konnte sich das Publikum sich darin fallen lassen. Und das Tat es auch: Für besonders beeindruckende Soli gab es Sonderapplaus, für das Licht- und Soundgewitter von „Comfortably Numb“ direkt vor der Pause sogar stehende Ovationenen.