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Gewerkschaft appelliert Schlaglöcher in Delmenhorst jetzt melden

Von Marco Julius | 11.03.2017, 11:55 Uhr

Die IG BAU fordert mehr Investitionen in Verkehrsinfrastruktur. Druck aufbauen könnten dabei auch Delmenhorster Autofahrer.

Autofahrer in Delmenhorst, die sich über kaputte Straßen ärgern, sollen über Mängel informieren – per „Schlagloch-Melder“. Dazu hat jetzt die Gewerkschaft IG BAU aufgerufen. „Vom Asphalt-Krater bis zum wegbröckelnden Fahrbahnrand: Wer einen Schaden entdeckt, kann diesen im Internet anzeigen“, sagt Bezirkschefin Inge Bogatzki. Nämlich beim Auto-Club Europa (ACE) unter: www.aceonline.de/schlaglochmelder .

Meldungen direkt an die zuständige Behörde weitergeben

Damit will die IG BAU Land Bremen und Umzu zusammen mit dem ACE Druck machen für eine schnellere Sanierung. Denn gemeldete Schäden werden direkt an die zuständige Straßenbau-Behörde weitergegeben, erklärt Bogatzki: „Manche haben seit Jahren keine Ausbesserung gesehen und sind so eine echte Unfallgefahr. Gerade wenn im Frühjahr der Frost vorbei ist, sollten die Arbeiten beginnen.“ Schlaglöcher, die man jetzt nicht stopfe, würden in der nächsten Kälte-Saison größer und tiefer. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die öffentliche Infrastruktur weiter verfällt“, sagt die Gewerkschafterin. Das Sparen an den Straßen sei „Sparen am falschen Ende“.

„Investitionen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden

Fachleute – etwa vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) – weisen seit Jahren darauf hin: Jeder Euro, der in den Bau und Erhalt von Verkehrswegen fließt, ist gut investiert. „Es betrifft Straßen und Brücken, aber auch Schulen und Krankenhäuser – wichtige Infrastruktur-Investitionen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden“, stellt Bogatzki klar. Mehr Geld für das Bauen und Sanieren kurbele zudem die heimische Wirtschaft an und schaffe mehr Arbeitsplätze in Delmenhorst.