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Graf Gerd lässt grüßen Mittelalter-Flair auf Delmenhorster Weihnachtsmarkt

Von Thomas Breuer | 24.11.2015, 20:22 Uhr

Graf Gerds Stadtgetümmel hat sich im Sommer zu einer festen Delmenhorster Größe gemausert. Jetzt greift das Mittelalter auch zur kalten Jahreszeit um sich – mit rustikalem Charme.

Die guten Beziehungen zu Graf Gerd, sie schlagen sich erstmals auch beim Weihnachtsmarkt nieder. Sechs Stände, platziert auf dem Wallplatz, präsentieren sich im mittelalterlichen Gewand – ganz so wie es bei Graf Gerds Stadtgetümmel im Sommer schon lieb gewonnene Tradition ist. Je drei Handwerker und drei Versorger werden mit rustikalem Charme ihre Erzeugnisse anbieten.

„Wenn, dann jetzt“

Mittelalterliches in Weihnachtsmärkte zu integrieren, das greift immer mehr um sich. „Wenn wir es in Delmenhorst machen wollen, dann jetzt“, umreißt Ines Böse die in der Marketingabteilung der Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg) vorausgegangenen Überlegungen. Schließlich sei es schwerer, Anbieter nach Delmenhorst zu holen, die sich erst einmal andernorts etabliert hätten. Für Delmenhorst spricht laut Böse, dass die Mittelalterfreunde hier etwas Besonderes sind und nicht nur ein Anbieter unter vielen ähnlich gearteten.

Wikingerrippe und Wildburger

Die Handwerker unter den mittelalterlich Gewandeten werden die Palette von der Wikingerrippe über den Wildburger bis zu Roggentaschen mit herzhaften Füllungen und verschiedenen Whiskysorten abdecken. Die Handwerker bieten den Besuchern Glasarbeiten und Schmuck an, aber auch Truhen und Boxen, Spielzeug und Schreibfedern.

Mehr Kunsthandwerk immer wieder gewünscht

Damit erfüllt sich letztlich der immer wieder öffentlich geäußerte Wunsch, wieder mehr Kunsthandwerk auf den Weihnachtsmarkt zu bringen. Wegen oft dürftiger Umsätze in diesem Bereich waren Standbetreiber aus diesem Bereich in den vergangenen Jahren kaum zu bekommen. Auch diesmal sind laut Bärbel Pultar vom städtischen Fachdienst Gewerbeservice für die Branche die passenden Rahmenbedingungen geschaffen worden, damit niemand ein allzu großes Risiko eingehen muss.

„Das ist eine nette Szene“

„Ob es sich unter dem Strich lohnt, muss man in vier Wochen sehen“, sagt Ines Böse von der dwfg. Wünschen würde sie sich das, denn die mittelalterliche Truppe sei nicht nur durch ihre Angebote eine Bereicherung. „Das ist eine nette Szene“, sagt sie. „Die Leute haben richtig Lust darauf. Genauso haben wir uns das gewünscht.“ Ein bisschen so wie beim großen Stadtgetümmel halt.