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Graf Gerds Stadtgetümmel 2016 Schabernack, Feuershow und Schwertkampf in Delmenhorst

Von Frederik Grabbe | 14.06.2016, 19:46 Uhr

Ritterkämpfe, Handwerk, Kinderbespaßung: Am Wochenende des 2. und 3. Juli wird die Fanfare zum achten Mal zu Graf Gerds Stadtgetümmel auf der Hotelwiese und auf der Burginsel rufen. Die Organisatoren setzen auf das altbewährte Konzept aus Mittelaltermarkt, Schaukämpfen und Folklore, einige Neuerungen gibt es trotzdem.

Insgesamt 18 Heerlager werden in rund zweieinhalb Wochen ihre Zelte im Herzen Delmenhorsts aufschlagen. Dies kündigte vorweg die veranstaltende Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg) an. Zur Einordnung: Dies entspreche rund 230 Teilnehmern, die 40 Verkaufsstände aufstellen werden, so dwfg-Geschäftsführer Axel Langnau. Bis zu 15.000 Besucher schauten sich in den Vorjahren auf dem Stadtgetümmel um. Wird diese Größe wieder erreicht, wird es also voll auf Hotelwiese und Burginsel.

Handwerk, Wurfgeschosse und Roulette

Um dies zu erreichen, fährt die dwfg einiges auf: Zum einen werden Holzschnitzer, Kettenhemdhersteller, Silber- und Goldschmiede, Seifen- und Salzsieder oder Zinngießer Einblicke ins Handwerk gewähren und ihre Waren anbieten. Bei Tätigkeiten wie Weben, Stricken und Kochen darf ausdrücklich mitgemacht werden. Mittels einer sogenannten Bliede, ein Nachbau eines mittelalterliches Wurfgeräts, sollen mit Wasser gefüllte Ballons übers Gelände geschossen werden. Neu ist ein Mäuse-Roulette, bei dem gewettet werden kann, in welchem Loch die Maus verschwindet. (Weiterlesen: So lief das Stadtgetümmel vergangenes Jahr)

Spektakulum für Kinder

Zum großen Teil fußt das Stadtgetümmel auf allerlei Kinderbespaßung: Kinder können beim Schmied, dem Specksteinhauer oder dem Kerzenzieher ihrer Fertigkeiten ausprobieren, sehen Frettchen durch einen kleinen Zirkus flitzen, es gibt für sie eine Axtwurfbahn und zwei Bogenbahnen auf der Burginsel, bei einem Kinderritterturnier ist unter anderem Geschicklichkeit gefragt. Kinder unter Schwertmaß, also 1,50 Meter, haben freien Eintritt. Dieses soll laut Langnau aber ein Stück hochgesetzt werden.

Am Ende gewinnt immer Graf Gerd

Zudem werden die „Delmenhorster Burgmannen“ Schwertkämpfe ausfechten und auch zeigen, wie eine solche Waffe zu führen ist. Langnau: „Führt man drei, vier Hiebe aus, ist man ganz schön aus der Puste und spürt Muskeln, die man schon lange nicht mehr gefühlt hat.“ Das Ende der Schaukämpfe, die alle paar Stunden ausgetragen werden sollen, ist indes jetzt schon klar: Es gewinnt immer Graf Gerd.

Greifvögel, Gaukler, Feuershow

Besonderes Highlight werden wieder die Greifvögel der Falknerey sein, die zwei Mal am Tag in einer Flugshow über das Gelände kreisen werden, zum angestammten, Fanfare spielenden Gaukler Tumalon gesellt sich der jonglierende Tamino. Beide werden im Duo Schabernack treiben. Nicht zu vergessen die Feuershow, die bei freiem Eintritt am Samstag die Nacht einleitet.

Spielleute mit alter Musik

Über den Samstag und Sonntag verteilt werden immer wieder die mittelalterlichen Spielleute der Gruppen Bands Eulental, Formatio Hyttis und Rabengesang auftreten. Ist Eulental 2016 zum ersten Mal dabei, hat Letztere unter anderem Laute, Mandoline, Flöte, Dudelsack, Harfe oder Drehleier im Gepäck und wird alte Musik aus der Zeit vor 1750 spielen, ist auf ihrer Internetseite zu lesen.

Ordentlich Werbung in der Region

Um auf das Stadtgetümmel hinzuweisen, will die dwfg kräftig die Werbetrommel rühren. „Zwischen Cloppenburg und Wilhelmshaven“ soll kräftig plakatiert werden, so Langnau. Allein in Delmenhorst werden 100 Plakate aufgehängt. Eine Tageskarte wird fünf Euro kosten, eine Wochenendkarte acht Euro. Unterstützung erhält das Stadtgetümmel zum vierten Mal von der örtlichen Sparda Bank, die es über die bankeneigene Stiftung mit 5000 Euro unterstützt.