Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Graftwasser in der Diskussion Delmenhorster Wachstum begünstigt Wasserförderung

Von Kai Hasse | 18.10.2017, 22:02 Uhr

Ab wann es Trinkwasser aus der Graft geben könnte, ist weiter unklar. Dieter Meyer, Stadtwerke-Prokurist, konnte in einem jüngsten Bericht keine besonderen Details nennen. Aber ein Punkt ist vielversprechend: Bei der Ermittlung des künftigen Trinkwasserbedarfs könnte die Bevölkerungsentwicklung Delmenhorsts helfen.

In diesem Herbst wollte Stadtwerke-Prokurist Dieter Meyer weitere Details zur möglichen kommenden Trinkwasserförderung aus der Graft bieten. Daraus wurde noch nichts. Es sei ihm nicht gelungen, alle Planer dazu an einen Tisch zu bekommen, um das Vorhaben abzustimmen. Aber er gab eine Aussicht auf die Erfolgschancen für eine Genehmigung. Die seien aufgrund der Bevölkerungsentwicklung der Stadt aussichtsreich.

Einwohnerzahl spielt eine Rolle

Um den Bedarf des Wassers wasserrechtlich durchzusetzen – dies muss unter anderem bei Umweltschutzbehörden geschehen – spielt eine steigende Einwohnerzahl eine Rolle. „Delmenhorst hat eine positive Einwohnertendenz zu verzeichnen, Prognosen gehen von 83.000 bis 85.000 Einwohnern in den kommenden Jahren aus“, sagte Meyer. Im Jahr 2015 habe es einen Wasserbedarf von 4,18 Millionen Kubikmetern gegeben. Nehme man das als Grundlage, rechne noch zulässige Sicherheitszuschläge, Zuschläge für mögliche Trockenjahre und außerdem einen Zuschlag für eine positive Bevölkerungszahl hinzu, komme man auf einen durchschnittlichen möglichen Wasserbedarf von 5,6 Millionen Kubikmetern. Der Zuschlag für die Bevölkerung beträgt in Meyers Rechnung immerhin etwa 280.000 Kubikmeter Wasser.

Details im Februar

Weitere Details über die ersehnte Wasserförderung aus der Graft könne Meyer voraussichtlich erst im Februar geben. Ende Januar könne er möglicherweise alle betreffenden Gutachter an einen Tisch bekommen. Das Verfahren zur Genehmigung und Einrichtung des Trinkwassers aus der Graft selbst könne viele Jahre dauern.