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Grüne Straße/ Anton-Günther-Straße Unübersichtliche Einmündung in Delmenhorst als Gefahr

Von Frederik Grabbe | 05.02.2016, 17:56 Uhr

Anliegern ist die Einmüdnung Grüne Straße/ Anton-Günther-Straße schon lange ein Dorn im Auge. Jetzt will sich die Verkehrssicherheitskommission mit ihr befassen.

Es ist eine Stelle, die bei allen Verkehrsbeteiligten, ob Autofahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger, ein mulmiges Gefühl verursacht: Der Kreuzungsbereich Grüne Straße/ Anton-Günther-Straße: Parkende Autos, die die Durchfahrt verengen, großer Schülerverkehr durch gleich drei anliegenden Schulen und eine unübersichtliche, abknickende Vorfahrt. Der jüngste Unfall liegt erst wenige Tage zurück: Am Mittwoch hatte ein 38-jähriger Autofahrer am Morgen kurz vor Schulbeginn einen Zwölfjährigen beim Anfahren übersehen und war mit ihm zusammengestoßen.

„Wegen der Unfälle müssen wir pro Monat ein bis zwei Schüler verarzten“

Der Junge selbst sei von den Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes Medidel behandelt worden, sagt Medidel-Geschäftsführerin Manuela Marowski. „Hier passieren ständig Unfälle. Pro Monat müssen wir ein bis zwei Schüler verarzten.“ Zum Glück seien es in der Regel vergleichsweise glimpfliche Unfälle. Laut Marowski schwillt der Verkehr besonders durch zahlreiche Schüler der IGS, der Realschule an der Lilienstraße oder der Bernard-Rein-Grundschule in nächster Nähe zu Schulbeginn und zu Schulende an. Folgt man als Autofahrer zudem der Grünen Straße, werde beim Verlassen der abknickenden Vorfahrt oft geblinkt, obwohl ein Abbiegezeichen nicht gesetzt werden müsste, was Radfahrer wie Autofahrer gleichermaßen irritiere; und Autofahrer führen regelmäßig zu schnell in dem Bereich. „Muss erst etwas Ernstes passieren, bevor sich an der Verkehrslage etwas ändert?“, fragt Marowski. Sie selbst wünscht sich eine Ampel an der Einmündung.

Verkehrskommission will sich der Sache annehmen

Aufgrund der verkehrlichen Lage hat Marowski mit dem Fachdienst Verkehr Kontakt aufgenommen. Laut Stadtsprecher Timo Frers wird sich die Verkehrssicherheitskommission am kommenden Dienstag mit dem Thema befassen und will prüfen, wie die Sicherheit an der Stelle zu verbessern ist. Möglich sei etwa eine kurzfristig anberaumte Verkehrserhebung.

„Unfallschwerpunkte werden entschärft“

Die Kommission will sich auch auf Unfallzahlen der Polizei berufen. Auf Anfrage jedoch konnte Sprecher Albert Seegers aber nicht sagen, ob die Einmündung Grüne Straße/ Anton-Günther Straße tatsächlich zu den Unfallschwerpunkten im Stadtgebiet zählt, weil der zuständige Sachbearbeiter nicht im Haus war. Gleichwohl verwies Seegers auf die jährliche Unfallstatistik der Stadt, die Mitte März folgen soll. „Anhand der Statistik werden regelmäßig Unfallschwerpunkte entschärft.“ Das jüngste Beispiel sei das wieder entfernte Linksabbiegeverbot an der Langen Straße.