Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Gute Stimmung in Delmenhorst Gregor Meyle eröffnet „FestiDEL“ vor 1200 Besuchern

Von Mareike Bader | 05.08.2017, 00:11 Uhr

Jubeln, mitsingen und die Atmosphäre genießen. Der erste „FestiDEL“-Abend mit Gregor Meyle als Hauptact war locker, witzig und auch mal romantisch.

Die ganze Bühne war fest in Männerhand beim ersten Abend des „FestiDEL“. Die ganze Bühne? Nein. Laura Bellon aus Gregor Meyles Band stand als einzige Frau am Freitagabend auf der Bühne. „Das einzige Mädel unter 17 Jungs“, lobte Gregor Meyle die Geigerin.

Dafür sind die meisten Meyle-Fans weiblich. „Welcher Mann ist freiwillig hier?“, ruft der Sänger in die Menge, als die erste Mitsing-Aktion nur mit Männern floppt. Doch schon bald klappt es auch alleine mit den Männern. Mit allen 1200 Besuchern zusammen klappt es natürlich von Anfang an.

Die romantische Stadt Delmenhorst

Choreografien mit dem Publikum seien von der Gewerkschaft vorgeschrieben, scherzt Meyle. Er kann aber auch anders. Etwa zu „Heute Nacht“, das Andreas Gabalier bei der Sendung „Sing My Song“ auf steirisch interpretiert hat. Doch in Delmenhorst bleibt der Song einfach schön ruhig und romantisch. „Delmenhorst, die romantischste Stadt“, sagt auch Meyle und erzählt dem Publikum, dass er erst vor acht Wochen Vater geworden ist.

Gregor Meyle packt das Publikum nicht nur mit seiner Musik, sondern auch als Komiker. Immer wieder imitiert er Udo Lindenberg. „Wenn man das länger macht, hat man Muskelkater im Mund“, scherzt Meyle, der noch ausgelassen mit dem Publikum schäkert: „Wer jetzt an Parkplatz denkt, hat eh ausgeschissen.“ Auch den Mannheimer Dialekt ahmt der gebürtige Baden-Württemberger nach. Dort wurde angeblich das Spaghetti-Eis erfunden, berichtet er.

Dank an „Sing My Song“

Im Frühling 2014 wurde Meyle von Xavier Naidoo eingeladen, an der TV-Sendung „Sing My Song“ teilzunehmen. Ein großes Glück für den Musiker, der plötzlich vorne in den Charts mitmischte. „Ich bin so froh, dass ich da mitgemacht habe“, sagt Gregor Meyle auch heute noch.

Schließlich hat er sich bei der Sendung die Band „unter die Nägel gerissen“, wie Meyle es ausdrückt. Diese Verbundenheit zwischen Gregor Meyle und seinen Jungs und Laura Bellon überträgt sich gleich auf das Publikum, das gerne jubelt, mitsingt und -tanzt. Es herrscht eine friedliche Stimmung, einige Passanten versuchen von der Seite auch mal kurz durch den Bauzaun zu luken. Doch die beste Sicht und guten Ton gibt es direkt vor der Bühne.

Auch bei der letzten Zugabe gegen 22.15 Uhr: Dabei kuscheln sich alle Mitwirkenden auf dem Steg zusammen und präsentieren eine akustische Version von „Dann bin ich zuhaus’“. Ein schöner Schlusspunkt.

Den Steg, der etwas näher zum Publikum führt, nutzte auch Alexander Knappe gern, der das Publikum vor Meyle mit seinem Gitarristen angeheizt hatte. Ganz ruhig verlief dagegen der Start mit David Pfeffer, Gewinner der zweiten X-Factor-Staffel, der ganz allein mit seiner Gitarre die Bühne erfüllt hatte.