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Guttempler und drob informieren Ausstellung in Delmenhorst zeigt Wege aus der Sucht

Von Heike Bentrup, Heike Bentrup | 09.03.2016, 19:15 Uhr

Mit einer Ausstellung in der LzO an der Bahnhofstraße werben die Delmenhorster Guttempler und die Drogenberatungsstelle drob noch bis zum 11. März für ihre Angebote. Die Initiatoren appellieren an Betroffene, rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit und einer Plakataktion wollen die Delmenhorster Guttempler und die Drogenberatungsstelle (drob) der Stigmatisierung von Suchtkrankheiten entgegenwirken und für eine möglichst frühzeitige Inanspruchnahme der Beratungs- und Selbsthilfeangebote werben. Auf Stellwänden informieren sie noch bis zum 11. März über ihre Arbeit.

Zurück in die Normalität

„Wir helfen Betroffenen auf dem Weg zurück in die Normalität“, erläutert Manfred Kreisel von den Delmenhorster Guttemplern. Wichtig sei, dass die Angebote rechtzeitig in Anspruch genommen werden. „Bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“, so Kreisel.

So könnten größere Katastrophen wie Führerschein- und Jobverlust oder gar das Zerbrechen von Familien günstigenfalls verhindert werden, bestätigt auch Birgitt Scholz von Anonymen Drogenberatung (drob). Immer noch gelte Alkohol- oder auch Drogensucht als Tabuthema. „Dabei handelt es sich seit 1952 um anerkannte Krankheiten, die behandelt werden müssen“, so Birgitt Scholz. Ihren Angaben zufolge seien die Ursachen von Suchterkrankungen vielfältig. „Das reicht von schweren Problemen bis hin zu fehlender Gesellschaft“, berichtet die drob-Mitarbeiterin. Dabei schleiche sich die Sucht fast unbemerkt ins Leben der Betroffenen. „Wenn Bewältigungsstrategien fehlen, kommen oft Drogen ins Spiel“, sagt Scholz.

Ambulante Angebote vor Ort

In engem Schulterschluss bieten Guttempler und drob vielfältige ambulante Angebote, angefangen von den kostenlosen anonymen Beratungen über die fachliche vorbereitung und Begleitung bei Therapien bis hin zu sinnvollen Freizeitaktivitäten.

„Wichtig ist, dass die Kette nicht unterbrochen wird“, verdeutlicht der Guttempler-Kreisbeauftragte Heinrich Höpken. Erfahrungsgemäß stelle die Selbsthilfe in den Gruppen eine wichtige Säule bei Suchterkrankungen dar, weiß Höpken. So böten die vier Guttempler-Gemeinschaften in Delmenhorst nicht nur Unterstützung in Krisensituationen, sondern auch Aktivitäten für Paare. Außerdem gibt es nach Worten des Kreisbeauftreagten unter anderem auch eine Fahrradgruppe und eine Frauengruppe. „Wir machen alles, was andere Vereine auch machen, nur ohne Alkohol“, so Höpken.