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Hallensaison soll normal laufen Ganderkeseer TV zahlungsunfähig: Insolvenzantrag gestellt

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 18.09.2016, 13:36 Uhr

Patrick Jersch, kommissarischer Vorsitzender des Ganderkeseer Tennisvereins (GTV), hat die Reißleine gezogen: Weil er sich als Vertreter des Vereins und einzig verbliebenes Vorstandsmitglied nicht mit dem Eigentümer der Tennisanlage am Schlutterweg, Carsten Weyhausen, über die Zahlung von Pachtrückständen einigen konnte, hat Jersch jetzt beim Amtsgericht Delmenhorst einen Insolvenzantrag für den Verein wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt.

Er habe sich ein halbes Jahr lang in einer rechtlichen Grauzone bewegt. Jetzt sei das Ende erreicht – bevor er in den Verdacht der Insolvenzverschleppung gerate, sagte der kommissarische Vorsitzende gegenüber dem dk. Nun soll der Insolvenzverwalter entscheiden.

Weyhausen will weiter gesprächsbereit bleiben

Darauf setzt auch Weyhausen. Er erklärte gegenüber dem dk, dass es bei den Verhandlungen um die Rückzahlung von Altschulden sowie um die Zahlung der laufenden Pacht gegangen sei. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen. Er habe bisher auch keine Beträge genannt – auch nicht die 106.000 Euro, über die gerüchteweise geredet werde, so der Verpächter. Er sei nach wie vor gesprächsbereit. Und es sei nicht so, dass er jetzt die Tennisspieler vor die Tür setzen wolle.

„Früher wurden schwerwiegende Fehler gemacht“

Über detaillierte Zahlen könne auch Jersch nichts sagen. Nur so viel: „Früher wurden Fehler gemacht, die heute noch schwer wiegen.“ Für Jersch sei es wichtig, „aus der rechtlichen Schieflage herauszukommen - und dass die Hallensaison ganz normal verlaufen kann“.