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Hermann-Allmers-Schule Delmenhorster Schüler werben für buntes Miteinander

Von Marco Julius | 10.05.2016, 14:50 Uhr

Ein deutliches Zeichen für eine bunte Gesellschaft haben gestern die Viertklässler der Hermann-Allmers-Grundschule gesetzt.

Sie hatten zum Abschluss des Projektes „Weltklasse! Zuflucht Bildung“ Oberbürgermeister Axel Jahnz und Hero Mennebäck, bei der Stadt als Fachdienstleiter für den Bereich Schule und Sport zuständig, zu Gast, um die Ergebnisse des Projektes zu präsentieren, dass sich mit der Situation von Flüchtlingskindern auseinandersetzt. „An dem Projekt der Oxfam-Stiftung haben bundesweit rund 1200 Schulen teilgenommen“, berichtete Lehrer Roland Brügge. Die Schüler haben sich mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik und unter anderem mit der Frage, wie Flüchtlingskindern der erfolgreiche Zugang zur Bildung rasch wieder ermöglicht werden kann, beschäftigt.

Mädchen aus Syrien integriert

An der Hermann-Allmers-Schule gibt es laut Brügge ein Flüchtlingskind pro Klasse. Da ist zum Beispiel Alaa, ein Mädchen aus Syrien. Sie gehörte in Syrien zu den besten Schülern, hatte hervorragende Noten. In Delmenhorst war dann alles neu, die Umgebung, die Sprache. Doch Alaa hat ihren Weg gemacht, wie Brügge bestätigte. Mittlerweile gehört sie zu den Klassenbesten, ist bestens integriert.

Die Schüler haben in einem Rollenspiel gezeigt, wie Flüchtlingskinder aufgenommen werden sollten – und wie nicht. Sie haben in einem Lied das bunte Miteinander gefeiert, haben Wünsche und Fragen an Jahnz gerichtet, sich überlegt, wie sich Flüchtlingskindern in der für sie fremden Welt fühlen und wie man sie willkommen heißen und gut aufnehmen kann. Und sie haben sich überlegt, wie unterschiedlich Koffer gepackt sein können, ein Koffer für den Urlaub und einer für die lange Flucht etwa.

Jahnz berichtete unter anderem davon, wie Flüchtlinge in Bussen in Delmenhorst angekommen sind, ein erst vier Tage altes Flüchtlingskind war einmal darunter. „Wir haben viel Angst gesehenen, viele wussten nicht, in welcher Stadt sie sind. Wir haben alle herzlich willkommen geheißen.“

Oberbürgermeister hat einen Traum

Zudem lobte Jahnz die Viertklässler, für die „vielen tollen Gedanken“, die sie sich rund um das Thema Flüchtlinge gemacht hätten. „Mein Traum ist es, dass wir alle eins werden – und daran müssen wir alle arbeiten“, sagte Jahnz und ergänzte: „Sprache und Bildung sind dabei ganz wichtig.“