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Heute ist Eröffnung Testspiel in der neuen Lasertag-Arena Delmenhorst

18.03.2016, 11:16 Uhr

Heute eröffnet die neue Lasertag-Arena in Zwei dk-Redakteure spielten schon gestern eine Proberunde gegen ein paar Jugendliche – und gingen krachend unter.

 Von Jan Eric Fiedler und Frederik Grabbe 

Lasertag ist ein schnelles Spiel. Wer nicht schnell reagiert, wird getroffen – oder besser markiert, wie es in dem Sprachgebrauch des Spiels heißt. An der Syker Straße 233 eröffnet heute um 15 Uhr die neue Lasertag-Arena . Zwei dk-Redakteure, Frederik Grabbe und Jan Eric Fiedler, spielten am Donnerstag eine Testrunde. Ein Fazit lautet: Lege dich nicht mit Jüngeren an.

Mit dem Phaser durchs Neon-Labyrinth

Die Wände leuchten in Neonfarben, die eigene Weste und die der Gegenspieler ebenfalls. Sie spricht sogar mit einem. „Sie sind getroffen“, wird sie an diesem Tag noch häufiger sagen. Gut läuft die Partie für die dk-Redakteure nicht. Hinter den Stellwänden lugen die Gegenspieler hervor, markieren einen kurz, und tauchen wieder ab. Je nach Winkel können sie einen auch quer durch den Raum oder durch Fenster in den Wänden markieren. Die Weste leuchtet dann nicht mehr, der Spieler ist für einige Sekunden aus dem Spiel genommen. Die „Waffe“, der sogenannte Phaser, liegt ein wenig in der Hand wie ein Föhn. Sie, und mehrere leuchtende Bereiche der Weste stellen Trefferzonen dar. Markiert einen der Gegenspieler über Sensoren in der Weste, erhält er Punkte. Er kann auch bestimmte Ecken in der Arena markieren und so Punkte generieren.

Wer sich ablenken lässt, wird getroffen

Der Spielstand, also Punkte und Trefferquote, wird synchron zur Partie auf einer drei-mal-drei Meter großen Leinwand dargestellt. Doch wer dorthin blickt in diesem Raum, in dem schnelle Techno-Musik aus vielen Boxen hämmert, ist für einen Moment abgelenkt – und setzt sich der Gefahr aus, markiert zu werden. Er würde ohnehin nur sehen, dass Wolverine und Ashe, die Spielernamen der Redakteure, den unteren Teil der Rangliste anführen. Die Jugendlichen sind – an diesem Tag – eindeutig besser.

Frust darüber setzt sich eher in einem Lachen um: „Ich war so knapp davor, dich zu treffen“, ruft der Redakteur scherzhaft in einer Situation einer um viele Jahre jüngeren Gegenspielerin zu. Die lacht nur – und taucht wieder ab.

Betreiber sieht Arena als Familiencenter

Gegen Begriffe wie „abschlachten“ oder „zerstören“ wehrt sich Betreiber Konstantin Roispich. Lasertag sei eine sportliche Aktivität, man verstehe sich als Familiencenter. „Uns geht es um die Bewegung. Die Jugend von heute sitzt oft vor dem PC oder der Playstation. Uns geht es darum, sie davor wegzuholen.“ Die Umgebung des Spiels gleicht tatsächlich der eines PC-Spiels. Es gibt nicht nur den Spielmodus „Alle gegen alle“, auch Teams können gegeneinander antreten. Mitglieder erhalten ein eigenes Profil auf dem sie aufbauen können und sich etwa Trophäen wie Schutzschilde freispielen. Je nach Spielmodus steigt der Anspruch. „Man kommt zusammen und bespricht Taktiken und Strategien“, erklärt Roispich. Er ist dabei, schon einen Tag vor der Eröffnung, ein Lasertag-Team aufzubauen. Das Ziel: Ein Team aus Delmenhorst soll gegen Gleichgesinnte aus Berlin, Frankfurt und anderen Städten antreten. Weiterlesen: Sportart oder Killerspiel? Streit um Lasertag