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„Highland Blast“ in Delmenhorst Schotten liefern mitreißende Show in Delmenhorst ab

Von Kea Neeland | 17.11.2016, 15:10 Uhr

Das fahrende Festival „Highland Blast“ begeisterte am Mittwochabend das Publikum im Kleinen Haus in Delmenhorst mit schottischer Musik, Tanz und Kultur

Nach zwei erfolgreichen Tourneen von „Highland Blast“ in den Jahren 2014 und 2015 ist auch dieses Jahr die Veranstaltung eine einzigartige Show. Der Abend im Kleinen Haus begann direkt mit einem Höhepunkt: Im Foyer des Theaters durften die Zuschauer ausgesuchte Single Malt Spezialitäten von erfahrenen Whisky-Experten kosten.

Stepptanz und schottische Schönheit

Das eigentliche Programm begann danach ganz klassisch mit einem Dudelsackspieler im Schottenrock. Dann hatte Tina Jordan Rees aus Glasgow ihren ersten Auftritt. Mit ihrem mitreißenden, traditionell-keltischen Stepptanz sorgte sie schon am Anfang für eine ausgelassene Stimmung. Es folgte die dreiköpfige Band Barrule von der Isle of Man, die schon diverse Auszeichnungen und Preise gewonnen hat. Die Musiker spielten einerseits traditionelle Lieder, die von der Schönheit Schottlands handelten, andererseits aber auch moderne, selbstkomponierte Tunes.

Geiger fällt aus

Die Band Rura, die nach der Pause die Bühne betrat, hatte ein turbulentes Wochenende hinter sich: Ihr Geiger musste in Thüringen ins Krankenhaus geliefert werden. Ohne Geiger kann die Band nicht auftreten, weshalb sich die Mitglieder von Barrule dazu bereit erklärten, zu helfen. In nur ein paar Tagen haben sie das gesamte Repertoire von Rura gelernt und somit das fahrende Festival gerettet. Am Ende haben die Künstler mithilfe des Publikums ein „Gute-Besserungs-Video“ an das kranke Bandmitglied geschickt.

Einblick in junge schottische Musikszene

Die Künstler überzeugten das Publikum nicht nur mit dem Mix aus schottischen Traditionen und modernen Einflüssen, wie beispielsweise von der französischen Band Daft Punk, sondern auch mit ihrer Authentizität und Herzlichkeit. Natürlich fehlte auch nicht der typisch britische, schwarze Humor, mit dem sie sich gegenseitig und das Publikum auf den Arm nahmen. Zum Abschluss gab es ein großes Finale, bei dem alle Künstler zusammen auf der Bühne eine Zugabe nach der anderen gaben. Die rund 200 Gäste im Kleinen Haus“ wurden an diesem Abend auf eine Reise in alle Ecken von Schottlands entführt und konnten auch die junge schottische Musikszene hautnah miterleben.