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Highland Games „Clan-Teams“ messen sich in Stuhr wie die Schotten

Von Jasmin Johannsen | 17.06.2018, 13:37 Uhr

Stärke und Geschicklichkeit waren am Samstag am Steller See gefragt: Auf dem Märchencampingplatz sind die Highland Games ausgetragen worden. Mit 48 Teams wurde die vierte Auflage gut angenommen.

Speere, Baumstämme, Hammer oder Steine – so manches schwere Gewicht flog am Samstag auf dem Platz des Märchencampings durch die Luft. Zum vierten Mal wurden die Highland Games am Steller See veranstaltet. In Anlehnung an die schottische Tradition kämpften 48 Zweier-Teams um den Sieg.

Kraft und Geschicklichkeit gefordert

„Bei der Zusammenstellung der Wettkämpfe achten wir darauf, dass nicht nur Kraft, sondern auch Geschicklichkeit gefordert sind“, erklärte Heiko Matz vom ausrichtenden Verein „Highland-Games Bremen“. Deshalb könnten auch Amateure teilnehmen. „Der Spaß und die Zusammengehörigkeit stehen im Vordergrund, trotzdem haben die Disziplinen natürlich auch einen Anspruch“, meinte der Initiator. So mussten die Teams – mit „Clan“-Namen wie „Die Unentschlossenen“ – insgesamt sieben Wettkämpfe bestreiten.

Hammer und Speere in der Luft

Baumstämme sollten geschubst, Steine geworfen, Treckerreifen gezogen und Bogen geschossen werden. Dazu kamen die Disziplinen des Hammer- und Speerwerfens. Bei Gewichten von sieben bis 25 Kilogramm verlangten die Wettkämpfe viel Kraft von den Teilnehmenden ab. Dass nicht nur Männer zu solchen Anstrengungen in der Lage sind, bewiesen acht Frauen- und gemischtgeschlechtliche Teams. Eine Besonderheit, wie Teilnehmerin Bianca Birath deutlich machte: „Oft dürfen keine Frauen an den Start gehen.“ Umso mehr schätze sie deshalb die Spiele am Steller See.

Viel Programm auch für Besucher

Auch bei den anderen Schottland-Fans kam die Stuhrer Variante der Highland Games gut an. „Vor vier Jahren haben wir uns eine Grenze von 50 Teams gesetzt, die wurde in diesem Jahr fast erreicht“, freute sich Matz. Mit einer Whiskeyverkostung, einem Mittelaltermarkt, Konzerten, Dudelsackspielern, einer Highland-Rinder-Ausstellung und kindgerechten Wettkämpfen wurde zudem Klein und Groß ein vielseitiges Programm geboten. „Der Mittelaltermarkt ist dieses Mal ausgeweitet worden, das kann ich mir im kommenden Jahr auch für die gesamte Veranstaltung vorstellen“, verriet der Organisator.