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Hilfe für Brennpunktschulen Land stärkt Sozialarbeit an vier Grundschulen in Delmenhorst

Von Frederik Grabbe | 03.10.2017, 16:12 Uhr

Vier Delmenhorster Schulen erhalten Hilfe bei ihrer Schulsozialarbeit. Landesweit sind nun insgesamt 50 neue Stellen für pädagogisches Fachpersonal an Brennpunktschulen geschaffen worden.

Das Personal, dass seit dem Schuljahr 2017/18 auf Veranlassung der Landesregierung Brennpunktschulen in Delmenhorst verstärkt, wird noch einmal aufgestockt. Das teilt das Niedersächsische Kultusministerium mit. Demnach erhält Delmenhorst nun insgesamt vier neue Stellen in der Schulsozialarbeit. In einer Mitteilung des Ministeriums im Juli war noch zwei Stellen die Rede. Die sozialpädagogischen Fachkräfte sollen in Delmenhorst in der Bernhard-Rein-Grundschule, der Grundschule Iprump-Stickgras, der Grundschule Bungerhof Hasbergen und der Overberg-Grundschule zum Einsatz kommen.

Kontakt zur Jugendhilfe, Elternarbeit, Integration

Landesweit sind nun insgesamt 50 statt 20 neue Stellen für Schulsozialarbeiter an Brennpunktschulen geschaffen worden.

Aufgaben der Sozialpädagogen sind unter anderem die Zusammenarbeit mit Einrichtungen der kommunalen Jugendhilfe oder Beratungsstellen und die Unterstützung der Schulen bei der Elternarbeit. Zudem sollen sie die Integration und die Konfliktprävention stärken.

„Wichtiger Dienst für die Gesellschaft“

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hebt in der Mitteilung hervor, dass schulische Sozialarbeiter wichtige Beziehungsarbeit leisteten und so Bildungsteilhabe und soziale Integration der Schüler ermöglichten. Zudem entlasteten sie Schulleitungen und Lehrkräfte. Heiligenstadt: „Sie erbringen für unsere Gesellschaft einen wichtigen Dienst“.

Verschiedene Kriterien wirkten sich aus

Bei der Auswahl der sozialen Brennpunkte hat das Kultusministerium Kriterien wie beispielsweise die Beteiligung am Bundesprogramm „Soziale Stadt“ oder schulfachliche Bewertungen durch die Landesschulbehörde und Erkenntnisse der Akteure in den jeweiligen Städten berücksichtigt.

Stellen sollen so bald wie möglich besetzt werden

Die Stellen sollen in Kürze durch die Landesschulbehörde ausgeschrieben und so schnell wie möglich besetzt werden. Finanziert werden die 50 Stellen mit Mitteln, die der Flüchtlingsintegration dienen. Derzeit beschäftigt Niedersachsen rund 1000 sozialpädagogische Fachkräfte an öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Bis 2019 sollen 300 weitere Stellen geschaffen werden.