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Hinweise für Anschaffung von Gebrauchtwagen Tipps für den Autokauf vom Delmenhorster TÜV

Von Christopher Bredow | 12.05.2019, 14:45 Uhr

Der Kauf eines Gebrauchtwagens ist zwar beliebt, birgt aber auch Risiken. Der TÜV Delmenhorst gibt Tipps zum sorgenfreien Erwerb eines gebrauchten Autos.

Wer über den Kauf eines Autos nachdenkt, muss zunächst einmal die Frage klären, ob es ein Neu- oder Gebrauchtwagen sein soll. Laut TÜV Nord entscheiden sich knapp drei Viertel der Deutschen für einen Gebrauchten – allerdings verbunden unter anderem mit der Sorge, dass der Wagen versteckte Mängel haben könnte.

Modelauswahl erster Schritt

Schon bei der Auswahl eines Modells sollten sich Käufer dem TÜV zufolge einen ersten Überblick über wahrscheinliche Mängel verschaffen. Demnach sind nicht alle Modelle gleich zuverlässig und haben nach einigen Jahren mit mehr oder weniger großen Schwierigkeiten zu kämpfen. „Wenn ein Auto den Besitzer wechselt, ist es im Schnitt sechs Jahre alt. In dieser Zeit kann viel passieren“, weiß Andreas Vogelsang, Leiter der TÜV-Station Delmenhorst. Hier biete es sich an, in Internetforen Erfahrungsberichte zu lesen oder Profis im Bekanntenkreis zurate zu ziehen. Auch der jährliche TÜV-Report sei eine gute Quelle.

Ist ein interessanter Gebrauchtwagen gefunden, sollte man sich diesen in Ruhe bei einem Termin anschauen. Helfen kann dabei eine Checkliste mit Aspekten, die man überprüfen möchte. Vor Ort sollte zunächst geprüft werden, ob die wichtigsten Papiere vorhanden sind.

Das muss beim Rundgang beachtet werden

Darauf folgt der Rundgang, bei dem nach Beulen, Verfärbungen oder Kratzern an Karosserie und Stoßstange Ausschau gehalten werden sollte. Vor allem beim Spaltmaß von Türen, Kofferraum und Motorhaube sollte man laut TÜV genau hinschauen: Ist der Abstand der geschlossenen Tür zum Kotflügel nicht durchgängig gleich groß, deutet dies auf eine verzogene Karosserie hin. „Das ist ein sicheres Indiz dafür, dass der Wagen einen größeren Crash hinter sich hat. Dann kann er schon in kurzer Zeit zur Kostenfalle werden“, sagt Vogelsang. Wichtig sei zudem, dass sich die Fahrzeugbeleuchtung in einwandfreiem Zustand befindet.

Wenn der Außenbereich des Fahrzeugs ausreichend überprüft ist, ist der Innenraum an der Reihe. Beim Öffnen der Türen gilt der erste Blick den Dichtungen: Wenn der Gummi porös ist, muss er getauscht werden. Ansonsten kann bei nassem oder kaltem Wetter Feuchtigkeit im Innenraum entstehen, was zu Schimmel führen kann. Außerdem sollten Polster, Bodenbeläge und Himmel in gutem Zustand sein. Auch sämtliche Systeme des Wagens sollten einmal ausprobiert werden.

Zeit für Probefahrt einplanen

Der wichtigste Bestandteil beim Gebrauchtwagenkauf ist aber die Probefahrt. Hierfür sollte man ausreichend Zeit einplanen, um den Wagen auf verschiedenen Strecken richtig kennenzulernen. „Am besten bleibt das Radio während der Fahrt aus. So kann man besser feststellen, ob der Wagen verdächtige Geräusche macht“, rät Vogelsang.

Ist alles geprüft und sind mit dem Verkäufer die Details geklärt, steht dem Gebrauchtwagenkauf danach nichts mehr im Weg.