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Historische Kulisse Delmenhorster bitten in der Turbinenhalle zum Tanz

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 30.10.2016, 19:16 Uhr

Zwischen schweren Pumpen und Turbinen haben am Sonntag Menschen aus Delmenhorst das Tanzbein geschwungen. Das Tanzsportzentrum (TSZ) und das Nordwestdeutsche Museum für Industriekultur haben zum „Tanz in der Turbinenhalle“ gebeten.

Über 70 Gäste genossen die industrielle Atmosphäre neben Kaffee und Kuchen im Paartanz eine heiße Sohle aufs Parkett zu legen. Mit einer solchen Resonanz hatten die Organisatoren bei der ersten Ausgabe der Veranstaltung nicht gerechnet. „Ich hatte so auf zehn Paare gehoffen“, sagte Museumsleiter Carsten Jöhnk. Schnell merkten er und Martin Ciomber vom Tanzsportzentrum, dass mehr Tische und Stühle herangeholt werden mussten, um der immer größer werdenden Zahl an tanzbegeisterten Besuchern eine Sitzgelegenheit zu bieten.

Jöhnk ließ es sich nicht nehmen, zu einem Walzer die Tanzfläche zu eröffnen. Das Ambiente der „Kathedrale der Arbeit“, das eher von schwerer Arbeit denn von leichtem Tanz zeugt, war für die Tänzer etwas außer gewöhnliches. „Das ist ein Kontrast zum Ballsaal“, sagte Martin Ciomber.

Junge und alte Paare in historischer Kulisse

Die Turbinenhalle habe schon bei Lesungen und Konzerten eine einmalige Atmosphäre geboten, sagte Jöhnk vor der Veranstaltung. „Es geht darum, einen besonderen Ort zu nutzen.“ Bei einer Tanzdarbietung junger Tänzer des TSZ war Jöhnk und Ciomber die Idee gekommen, auch älteren Leuten diese historische Kulisse zum Tanzen zu öffnen.

„Das erlebt man nicht jeden Tag“, sagte Annemarie Ellermeier, die mit ihrem Mann Rolf zum Tanz gekommen war. Unter viele älteren Besuchern mischten sich aber auch junge Paare, um gemeinsam das Tanzbein zu schwingen.

Abwechselnd zu Musik vom Band spielte dazu Pianist Klaus Möckelmann auf einem E-Piano Live-Musik. Das Repertoire reichte von Jazz Standards über Walzer und Tango bis hin zu Boogie. Einige von den Stücken hat Möckelmann eigens komponiert.