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Hype um Pokemón Go Müllproblem vor Delmenhorster Stadtkirche weitet sich aus

Von Frederik Grabbe | 04.08.2016, 19:23 Uhr

Das Smartphone-Spiel Pokémon Go lässt die Abfallberge vor der Stadtkirche anwachsen, Küster Ralf Andexer räumt hier zehn Stunden in der Woche auf – zusätzlich zu den Aufräumarbeiten des Baubetriebs.

Eine verstärkte Vermüllung vor der Stadtkirche sieht der Küster Ralf Andexer. Schon vor zwei Wochen hatte Andexer im Zuge der ansteigenden Beliebtheit des mobilen Smartphone-Spiels Pokémon-Go wachsende Abfallberge beklagt.

„Sprachlos über diese Rücksichtslosigkeit“

„Es ist einfach schlimm. Überall liegen Zigaretten-Kippen, auf der Statue auf dem Platz zwischen Kirch- und Schulstraße wird Müll abgeladen und der Abfall quillt aus den Mülltonnen“, so Andexer. Er sei sprachlos über diese Rücksichtslosigkeit, „was denken sich die Leute bloß? Der Bereich war früher schließlich mal ein Friedhof“. Zehn Stunden in der Woche sei Andexer mittlerweile mit Müllsammeln beschäftigt.

Auch der Baubetrieb erhöht Schlagzahl beim Aufräumen

Auch der Baubetrieb hat im Bereich Stadtkirche seine Schlagzahl erhöht, teilt der Fachdienst Stadtgrün mit. Zwei bis drei Mal wöchentlich werde dort nun aufgeräumt, mit der gleichen Taktung wird die Burginsel gereinigt.

Mobile Monsterjagd

Bei Pokémon Go läuft der Spieler mit seinem Smartphone mithilfe von GPS-Daten durch seine eigene Heimatstadt. Kleine Pokémon-Monster werden über das Display und per Handykamera in die reale Umgebung projiziert, diese müssen gejagt werden.