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Illegale Wintergärten Delmenhorst legalisiert Schwarzbauten in Reihenhausquartier

Von Michael Korn | 25.03.2017, 09:37 Uhr

Im Stadtsüden haben zahlreiche Reihenhausbesitzer Wintergräten und Terrassendächer „schwarz“ angebaut. Die Stadt will dies nun nachträglich legalisieren.

Die Stadt Delmenhorst will im südlichen Stadtteil Brendel zahlreiche Schwarzbauten nachträglich legalisieren. Das geht aus einer Vorlage für den Planungsausschuss des Rates am 28. März (öffentlich ab 17 Uhr im Rathaus) hervor. In den Reihenhauszeilen zwischen Adelheider Straße und Ziethenweg haben die meisten Eigentümer in den Jahren Terrassenüberdachungen, Wintergärten und Gartenhäuser errichtet, was sie laut Bebauungsplan aber eigentlich gar nicht durften. Nun soll das Baurecht nachträglich mit einer entsprechenden Änderung des Bebauungsplanes hergestellt werden. Betroffen ist auch eine Reihenhaussiedlung zwischen Goerdelerstraße und Letterhausstraße.

Baugrenzen überschritten

Mit einer aufwendigen städtebaulichen Analyse wurde die Situation bei den insgesamt 222 Reihenhäusern detailliert ermittelt. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Mehrheit der Terrassendächer und Wintergärten die Baugrenze im Gartenbereich überschreiten. Die Verwaltung stellt fest, „dass die Reihenhäuser mit geringerer Grundstücksfläche nicht mehr den heutigen Bedürfnissen und Lebensstandards entsprechen. Die überbaubare Fläche lässt keinerlei Erweiterung zu.“ Die betreffenden Grundstücke sind üblicherweise gerade einmal fünf Meter breit und 27 Meter lang. Zur Verbesserung der Wohnbedürfnisse soll im Bebauungsplan textlich festgesetzt werden, dass Erweiterungen in Form von Wintergärten und überdachten Terrassen künftig möglich sind.