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Im Kleinen Haus in Delmenhorst Musiktheater: Maxe-Schüler reisen mit Goethe durch Italien

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 11.05.2017, 10:46 Uhr

Pack nun, Goethe! Auf eine Italienreise mit dem deutschen Dichterfürsten begibt sich die Musik-Theater-AG des Max-Planck-Gymnasiums. Dabei überqueren sich zeitliche und kulturelle Grenzen von der Klassik bis zur Moderne.

Als Goethe Ende des 18. Jahrhunderts durch Italien reiste, dokumentierte er die Impressionen auf seinem Weg in einem Reisebericht für die Nachwelt. Auf diese „Italienische Reise“, wie die Goethe Tagebücher betitelt sind, begibt sich nun die Musik-Theater-AG des Delmenhorster Max-Planck-Gymnasiums. Doch nicht Goethe allein reist im Musiktheaterstück „Auf nach Arkadien!“ mit gen Italien, vielmehr machen sich in dieser Revue Charaktere auf den Weg durch die vielen facettenreichen Regionen und Epochen dieses Landes.

Hollywood, Shakespeare, Poesie

„Wir reisen von Stadt zu Stadt“, sagt Kristina Köhne, Leiterin der AG, „orientiert an Goethes Italienreise.“ Auf diesem schrägen Trip machen die rund 20 Darsteller halt in Verona, in der Balkonszene von Romeo und Julia sowie im Haus von Pate Don Corleone am Hochzeitstag seiner Tochter und in Tarantella, wo sich Jungen und Mädchen zum gleichnamigen Tanz auffordern.

Auf zwei Ebenen sind die Reisenden unterwegs: Ein modern zusammengemischtes Ensemble aus Familien, Künstlern oder Mädchen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens auf der einen Seite – auf der anderen Seite: Goethe. Dabei erzählen sie „Geschichten um Hoffnungen und Sorgen, Liebe und Enttäuschungen, kriminelle Machenschaften und Lebenslust.“

Goldoni oder Conte – Hauptsache, Italien

„Auf nach Arkadien!“ ist ein buntes Potpourri aus Poesie, Drama, Prosa, Sketchen, Tanz und Musik. Gedichte von Goethe oder Rilke wechseln sich ab mit Sketchen von Loriot. Lyrik vom venezianischen Dichter Carlo Goldoni trifft auf italienischen Schlager. Auch ein paar selbst geschriebene Werke finden sich in der Revue wieder. „Musik ist ein ganz wichtiger Faktor“, sagt Kristina Köhne, aus deren Feder diese Revue stammt. Die Schulband des Gymnasiums bedient sich Musik italienischer Künstler wie Paolo Conte und Klassikern der 50er-Jahre.

Frei nach der Weisheit führen auch alle Wege der Reisenden nach Rom, wo sich am Endpunkt die Charaktere begegnen.

Drei Aufführungen

Am Freitag, 19. Mai, feiert das Stück „Auf nach Arkadien!“ um 19 Uhr Premiere im Kleinen Haus. Zusätzlich stehen die Maxe-Schauspieler am Dienstag, 23., und Mittwoch, 24. Mai, jeweils um 19 Uhr auf der Bühne. Karten für das Stück gibt es für zehn Euro (ermäßigt für fünf Euro) bei der Buchhandlung Jünemann oder an der Abendkasse.