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Immobilien an der Langen Straße Investor kauft zwei Gebäude in Delmenhorster City

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 08.05.2016, 21:10 Uhr

Das Unternehmen Kristensen Invest hat zwei weitere Gebäude an der Langen Straße in Delmenhorst gekauft. Beide sollen umfangreich saniert werden.

Das Unternehmen Kristensen Invest hat zwei weitere Gebäude an der Langen Straße in Delmenhorst gekauft. Beide sollen umfangreich saniert werden. „Das Bild ändert sich. Langsam, aber stetig.“ Andreas Vogler, Geschäftsführender Gesellschafter von Kristensen Invest, ist vom Standort Delmenhorst überzeugt. Nach dem Kauf des ehemaligen Volksbank-Gebäudes 2014 hat sein Unternehmen in den vergangenen Wochen zwei weitere Objekte an der Fußgängerzone erstanden: Das Haus an der Langen Straße 32, gegenüber von Koopje, sowie das Gebäude Lange Straße 7 bis 9, das die Deutsche Bank und Leder Strudthoff beherbergt.

Neuer Aufzug soll Immobilie barrierefrei machen

Die Gebäude sollen nun modernisiert und gerade in den derzeit größtenteils verwaisten Obergeschossen mit neuem Leben gefüllt werden. „Das Haus ist eine Perle, nur völlig verwahrlost“, sagt Vogler zum Gebäude an der Langen Straße 32. An dem Haus ließe sich erkennen, was passiert, wenn der Eigentümer nicht vor Ort ist. „Es wurde kein Geld reingesteckt, nur rausgeholt.“ Das soll sich nun ändern. Die Pläne dafür existieren bereits: So soll das Haus laut Vogler eine neue Fassade und eine neue Schaufensterfront bekommen. Zusätzlich soll das größte Manko der Obergeschosse beseitigt werden: Sie sind bisher nicht barrierefrei. So plant Kristensen, einen Fahrstuhl an das Gebäude anzubauen. Gegen die seit Jahren bestehende Taubenplage am Gebäude soll laut Vogler mit einer „massiven Taubenabwehr“ vorgegangen werden.

Modernere Fassade an der Langen Straße 7 bis 9

Auch das Gebäude mit der Deutschen Bank und Leder Strudthoff soll sich optisch moderner präsentieren. Es sei geplant, das Haus optisch in zwei Teile aufzuteilen und diese farblich den Mietern anzupassen. Die Wohnungen und Büroflächen in den Obergeschossen sollen modernisiert und neu zugeschnitten werden. Falls die Büroflächen nicht vermietet werden können, sei es denkbar, auch diese zu Wohnungen umzuwandeln.

Anleger investieren in Objekte in der City

Kristensen Invest ist ein Anbieter von Immobilienfonds. Anleger können in die Immobilien investieren, nach erfolgter Sanierung des Objekts und erreichter Vollvermietung werden die Immobilien nach einer gewissen Laufzeit wieder zum Verkauf angeboten. Bei dem Objekt an der Langen Straße 7 bis 9 war dies ein großer Erfolg: „Das Kapital hätte ich zwei bis drei Mal einwerben können“, sagt Vogler. Potentielle Anleger und Mieter würden an den Standort Delmenhorst glauben – wenn man ihnen die Perspektiven aufzeigt. Die Lage in Delmenhorst sei relativ einfach: „Ich halte den Standort im Moment für unterbewertet“, sagt Vogler. Natürlich müsse in der Innenstadt etwas passieren. „Das ist eine Sache, die nicht von heute auf morgen geht.“ Viele Dinge, die zu einer Verbesserung der Situation beitragen, seien aber bereits angeschoben. Als Beispiel nennt er die Neupflasterung der Fußgängerzone: „Wenn man diesen Prozess frühzeitig erkennt, kann man investieren und langfristig erfolgreich sein.“

Lob für Wirtschaftsförderung und DIH

Er lobt das Engagement der Wirtschaftsförderung und des Hertie-Investors DIH : „Werner Uhde ist ein Glücksfall für Delmenhorst“, sagt Vogler. Er sei zu 100 Prozent überzeugt, „dass Hertie kommt“. Entsprechend zuversichtlich ist er bezüglich seiner Zukunftsprognosen: „Wir glauben an die Stadt. Wenn die Stadt wächst, wachsen wir auch mit unseren Gebäuden mit.