Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Innung feiert 275. Jubiläum Delmenhorster Tischler in der Gunst des Königs

Von Thomas Deeken | 13.01.2015, 15:01 Uhr

Die Tischler-Innung Delmenhorst/Oldenburg-Land hat sich zu einer zeitgemäßen Service-, Beratungs- und Dienstleistungseinheit weiterentwickelt. Das hat Hartmut Günnemann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land, bei der Feier zum 275. Jubiläum der Innung in Bremen betont.

Rund 40 Gäste hatten im internen Kreis im Ratskeller gefeiert. Dabei erhielten sie unter anderem durch Obermeister Carsten Wichmann Einblicke in die langjährige Geschichte der Innung.

Urkundlich belegt ist die Gründung der Innung für das Jahr 1740. Am 11. April erhielten fünf antragstellende Tischlermeister aus Delmenhorst die landesherrliche Genehmigung von König Christian VI, in Delmenhorst ein „Tischler-Amt“ zu gründen.

Den Tischlern war damals die Herstellung bestimmter Werkstücke vorbehalten. Dazu gehörten Fenster, Türen, Wand- sowie Deckenvertäfelungen und Möbel. Ab dem 16. Jahrhundert kamen die neu aufkommenden Särge hinzu. Die Zugehörigkeit zur Innung war für die Handwerker ein „Muss“. Wer sich der Innung nicht anschloss, durfte sein Handwerk nicht ausüben.

Heute sind in der Tischler-Innung auf freiwilliger Basis aktuell 25 produzierende Tischlereibetriebe aus den Bezirken der Städte Delmenhorst und Wildeshausen sowie den Gemeinden Dötlingen, Ganderkesee und der Samtgemeinde Harpstedt mit dem Ziel zusammengeschlossen, gemeinsame berufsspezifische Interessen in Politik und Verwaltung zu vertreten. „Darüber hinaus ist die Innung Ansprechpartner in allen fachlichen Belangen“, heißt es in einer Mitteilung der Innung. Ihr Anliegen sei es, die betriebswirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit ihrer Mitgliedsbetriebe zu stärken. Darüber hinaus stehe die Innung in engem Kontakt zu Politikern und Behörden. Außerdem biete sie für ihre Mitglieder „ein umfangreiches Leistungsbündel, das Unterstützung in wesentlichen rechtlichen, technischen und fachlichen Fragen vorsieht“.

Dass das Tischler-Handwerk auch weiterhin Zukunft hat, zeigt ein Blick auf den Nachwuchs: Rund 50 Jugendliche werden derzeit in den Tischlerunternehmen der Region ausgebildet.