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Insolventer Linoleumhersteller Investorensuche für Armstrong DLW beginnt

Von Jan Eric Fiedler | 07.01.2015, 16:02 Uhr

Für die insolvente Linoleumfabrik Armstrong DLW in Delmenhorst soll jetzt nach einem Investor gesucht werden. Der Insolvenzverwalter sieht für die DLW unter anderem Märkte im Mittleren Osten.

Der Hersteller von Bodenbelägen, der im Dezember Insolvenz angemeldet hatte, soll einen neuen Besitzer finden. Wie der Insolvenzverwalter Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger & Partner am Mittwoch mitteilte, beginnt er mit der Ansprache potenzieller Interessenten für Armstrong DLW. Der vorläufige Gläubigerausschuss habe einem strukturierten Bieterverfahren zugestimmt. Dabei soll sich die DLW auch bei der Messe BAU 2015 vom 19. bis 24. Januar in München mit einem neuen, futuristisch anmutenden Messestand präsentieren.

„Die Besucher der Messe, bestehende und zukünftige Kunden gewinnen einen nachhaltigen Eindruck von der Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens“, wird der Geschäftsführer von Armstrong DLW, Charles Irving-Swift, in der Mitteilung zitiert. Unter anderem sollen bei der Messe erste neue Produkte gezeigt werden. Weitere Innovationen würden im Laufe des Jahres folgen.

„Löhne und Gehälter der Beschäftigten im vorläufigen Insolvenzverfahren sind gesichert, der Geschäftsbetrieb ist stabilisiert, die Auftragslage ist gut, da Kunden und Lieferanten zum Unternehmen stehen“, fasst Rechtsanwalt Mucha die Aktivitäten seit Anmeldung der Insolvenz im Dezember zusammen. Dies sei eine solide Grundlage für die nächsten Schritte. So sollen parallel zur Suche nach geeigneten Investoren intern die Organisatoren, Strukturen und Prozesse des Unternehmens auf den Prüfstand gestellt werden, um über die Einleitung weiterer notwendiger Sanierungsmaßnahmen entscheiden zu können.

Es ist zudem geplant, das Händlernetz und die Vertriebsorganisation weiter zu stärken. „Wir sehen Potenziale und Chancen im Mittleren Osten“, sagt Geschäftsführer Irving Smith. Durch den bisherigen Mutterkonzern sei Armstrong DLW außerdem weiterhin auf dem US-amerikanischen Markt aktiv.