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Interview zur Missbrauchsstudie Offizialatsbezirk bestärkt Delmenhorster Pfarrer

Von Marie Busse | 18.10.2018, 21:58 Uhr

Der Offizialatsbezirk Oldenburg, also der niedersächsische Teil des katholischen Bistums Münster, hat die Offenheit des Delmenhorster Pfarrers Guido Wachtel begrüßt. Wachtel hatte darin Scham für die Geschehnisse eingestanden und sich mehr Offenheit von seiner Kirche gewünscht.

Der Offizialatsbezirk Oldenburg, also der niedersächsische Teil des katholischen Bistums Münster, hat die Offenheit des leitenden Pfarrers Guido Wachtel begrüßt. Wachtel hatte im dk-Interview Scham für die Missbrauchfälle eingestanden und sich mehr Offenheit von seiner Kirche gewünscht.„Wir möchten Offenheit und Transparenz im weitest möglichen Umfang fördern“, sagte Dr. Ludger Heuer, Pressesprecher des Offizialatsbezirk. Angesichts der Missbrauchsfälle durch einen katholischen Priester in Delmenhorst, die 2011 ans Licht kamen, sei Wachtels Offenheit absolut richtig. Eine Empfehlung des Bistums die Missbrauchsstudie anzusprechen, habe es nicht gegeben.

„Homosexuelle sind in unseren Kirchengemeinden willkommen“

Ebenso wie Pfarrer Wachtel spricht sich auch der Offizialatsbezirk für einen offenen Umgang mit Homosexuellen aus. Die katholische Kirche müsse ihre Einstellung gegenüber Homosexuellen neu bewerten. Der Offizialatbezirk hat eine klare Haltung: „Homosexuelle Menschen sind in unseren Kirchengemeinden immer willkommen“, sagte Heuer. Zuvor hatten bereits Vertreter der Gemeinde die Offenheit Wachtels gewürdigt.