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Jahnz untermauert Position Verkauf des JHD Delmenhorst ist keine Option

Von Thomas Breuer | 25.09.2017, 22:05 Uhr

Ein Verkauf des in schweres Fahrwasser geratenen Josef-Hospitals (JHD) ist für die Stadt Delmenhorst keine Option.

Das hat Oberbürgermeister Axel Jahnz am Montag im Krankenhaus bei einem Meinungsaustausch mit dem Betriebsrat und der Mitarbeitervertretung noch einmal untermauert: „Mit mir über eine Privatisierung des JHD sprechen zu wollen, wäre vergebliche Liebesmüh“. Das Zusammentreffen hatten beide Seiten am Rande der jüngsten Informationsveranstaltung für die JHD-Beschäftigten in der Divarena vereinbart.

Mitarbeiter leisten derzeit Unterschriften

Betriebsratsvorsitzender Gert Prahm sagte auf Nachfrage unserer Zeitung, die Mitarbeiter leisteten gegenwärtig ihre Unterschriften unter die Anträge auf Insolvenzausfallgeld an die Arbeitsagentur und die Abtretungserklärungen für eine Bank. Sie finanziert diese über drei Monate währenden Zahlungen vor, damit das JHD schon jetzt entlastet ist. Bereits auf den nächsten Kontoauszügen werde der Gehaltseingang mit „Zahlung laut Kaufvertrag“ ausgewiesen sein. „Wir können in den Verträgen keine Kinken erkennen“, sagte Prahm.

Amtsgericht setzt am Mittwoch Sachwalter ein

Voraussichtlich am Mittwoch wird das Amtsgericht einen Sachwalter für das Schutzschirmverfahren festlegen und der Gläubigerausschuss erstmals tagen. Ein Ziel der Arbeitnehmervertreter ist ein Sozialplan in Vorbereitung der zu erwartenden Stellenstreichungen.

Jahnz fordert eine durchweg offene Kommunikation ein: „Wir haben gegenüber allen Mitarbeitern eine Pflicht zur Aufklärung.“