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Jahnz will „saubere“ Stromvergabe Delmenhorsts Oberbürgermeister legt mehrere Posten nieder

Von Michael Korn | 24.08.2017, 17:29 Uhr

Im Tauziehen zwischen Stadtwerken (SWD) und EWE um die Neuvergabe der Stromversorgung für die Delmenhorster Bevölkerung will Oberbürgermeister Axel Jahnz jedes Klage-Risiko durch persönliche Interessenskonflikte vermeiden.

Dazu kündigte er an, seine Posten als Aufsichtsratsmitglied oder Gesellschafter bei den Stadtwerken und deren Töchtern Grafttherme, Delbus und VVD (Versorgung und Verkehr) niederzulegen. Seine Vertreterfunktion für die Stadt in der EWE-Verbandsversammlung behält er hingegen.

„Vorbeugend jede Angreifbarkeit ausschließen“

Jahnz bekräftigte, er wolle mit diesem Schritt vorbeugend für das anstehende Vergabeverfahren um die Stromkonzession jegliche Angreifbarkeit vor Gerichten ausschließen und so zum Wohle der Stadt handeln. Auch die beiden übrigen Ratsmitglieder mit Doppelfunktionen bei SWD und Konkurrent EWE, Kristof Ogonovski (CDU) und Detlef Roß (SPD) „sollten sich das überlegen“.

Einen Einflussverlust auf andere drängende Aufgaben erwartet der OB nicht, da Baurätin Urban seine SWD-Posten übernehmen solle. Der Rat entscheidet am 12. September.