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Jahresbilanz vorgelegt Sparda-Bank betreut in Delmenhorst 8820 Kunden

Von Thomas Breuer | 08.03.2017, 16:14 Uhr

Die genossenschaftlich organisierte Sparda-Bank Hannover wird an ihre Mitglieder im laufenden Jahr eine Dividende von drei Prozent ausschütten.

Das ist deutlich mehr, als ein Sparkonto derzeit hergibt, liegt aber dennoch unter früheren Werten. Außerdem kann jedes Mitglied lediglich Anteile im Wert von bis zu 832 Euro erwerben. Alles andere, das weiß auch Filialleiterin Angela Meyerdierk, würde das Geldinstitut angesichts der allgemeinen Zinspolitik gehörig ins Trudeln bringen.

Neue Filialleiterin auch in Vegesack aktiv

Meyerdierk zeichnet seit Jahresanfang an der Langen Straße für das einschließlich ihrer Person vierköpfige Team verantwortlich und hat dort Kathi Krause abgelöst, die bei der Sparda-Bank eine neue Aufgabe übernommen hat. Bis auf Weiteres fährt die neue Filialleiterin zweigleisig, denn sie leitet auch die Filiale in Bremen-Vegesack.

In Delmenhorst hatte die Sparda-Bank zum Jahresende 8820 Kunden, das sind 53 weniger als vor Jahresfrist. Dennoch ist es gelungen, das Sparvolumen der Kundschaft um 3,1 Prozent auf nunmehr 86,1 Millionen Euro auszubauen. Nicht über das inzwischen unattraktive Sparbuch, sondern vor allem über langfristige Anlageformen.

Empfehlung geht zu langfristigen Anlagen

Im Anlagegespräch empfehlen Meyerdierk und ihre Mitarbeiter, sich auf fünf Jahre und länger festzulegen und greifen dabei auf Fonds von Union Investment zurück. „Mangels Alternativen steigt die Bereitschaft der Kunden, auch den Erwerb von Fondsanteilen zu erwägen“, sagt die Filialleiterin. Einzelwerte bietet die Sparda-Bank grundsätzlich nicht an.

Um 1,8 Prozent auf 59,3 Millionen Euro zurückgegangen ist vor Ort im vergangenen Jahr die Kreditnachfrage. Meyerdierk spricht von einem immer noch guten Ergebnis angesichts der äußeren Umstände. Damit meint sie vor allem das geringe Angebot an Bauplätzen und Gebrauchtimmobilien.

Girokonto mit zwölf Euro Gebühr pro Jahr

Punkten kann die Sparda-Bank nach wie vor mit ihrem Girokonto. Das darf sie, weil im vergangenen Jahr eine Gebühr von zwölf Euro für die EC-Karten eingeführt wurde, zwar nicht mehr „kostenlos“ nennen, wohl aber nach wie vor „Girokonto mit kostenloser Kontoführung“.

Für gemeinnützige Einrichtungen hat das Geldinstitut über die Stiftung Sparda-Bank Hannover in Delmenhorst im vergangenen Jahr 22.000 Euro bereitgestellt. Gefördert wurden unter anderem das Jazzfest, das mittelalterliche Spektakel „Graf Gerds Stadtgetümmel“, die suchtpräventiven Aktionstage „drob+hop“ für Achtklässler sowie das Lichterfest.