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Josef-Stift-Abriss soll bald starten Bäume in Delmenhorster City sollen JHD-Neubau weichen

Von Sonia Voigt | 06.01.2018, 17:10 Uhr

Die städtischen Gremien sollen der baldigen Abholzung des Wäldchens am alten Josef-Stift zustimmen. Sonst könnte sich der JHD-Neubau stark verzögern.

Damit der Abriss des alten Josef-Stifts in der Innenstadt beginnen kann und der Neubau des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD) einigermaßen im Zeitplan bleibt, soll die Stadt dem schnellstmöglichen Abholzen des kleinen Walds zwischen dem Parkplatz Am Knick und dem JHD zustimmen. Das geht aus den Unterlagen für den Planungsausschuss am Dienstag, 16. Januar, hervor. Formal geht es um eine „frühzeitige Waldumwandlung“ auf städtischen Flächen, Pflanzungen im Landschaftschutzgebiet Welseniederung in Deichhorst sollen die für den JHD-Neubau gefällten Bäume ersetzen.

Bauantrag nicht im November eingereicht

Obwohl das JHD nach dem jüngsten Geschäftsführerwechsel im Dezember weiter einen Weg aus der Insolvenz sucht, soll der JHD-Neubau nach Darstellung der Stadtverwaltung noch 2018 beginnen. Den Bauantrag habe das JHD zwar nicht, wie geplant, im November eingereicht, die städtischen Gremien sollen aber in den ersten Wochen des neuen Jahres über den für eine Baugenehmigung nötigen Bebauungsplan entscheiden. Damit die vor Baubeginn nötigen umfangreichen Abbrucharbeiten bald beginnen können, soll aber zunächst das Wäldchen weichen – und dabei ist aufgrund der Brut- und Setzzeit Eile geboten.

Brut- und Setzzeit naht

Auch weil Tiere in der Innenstadt schwer Ausweichquartiere finden, seien umfangreiche Fällarbeiten im Sommer „aus artenschutzrechtlichen Gründen problematisch“ und unbedingt zu vermeiden, führt die Fachverwaltung in den Ausschuss-Unterlagen aus. Die Abholzung müsse daher vor Beginn der Brut- und Setzzeit bis Ende Februar erfolgen. Stimmen die städtischen Gremien jetzt nicht zu, müssten die Bäume mindestens bis Herbst 2018 stehenbleiben – wodurch die Stadtplaner eine erhebliche Verzögerung des JHD-Neubaus befürchten.

JHD trägt Kosten

Obwohl die Stadt Eigentümerin der Waldfläche ist, kämen auf sie keine Kosten zu. Das JHD bezahle die Fällarbeiten und die Waldkompensation, sie seien Bestandteil der Ausschreibung des Abbruchs, gibt die Verwaltung ein Schreiben des Krankenhauses wieder.