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Jubiläumskonzert in St. Laurentius Kantorei Hasbergen feiert ihr 50-jähriges Bestehen

Von Thomas Breuer | 27.10.2016, 16:07 Uhr

Wenn die Kantorei Hasbergen am 6. November singend ihr Jubiläum feiert, werden auch einige sehr langjährige Mitglieder daran mitwirken. Wolfgang Nitzer hat die Chronik des Zusammenschlusses aufgearbeitet.

„Chören begegnen in der Regel vier Probleme“, sagt Wolfgang Nitzer, „Nachwuchsmangel, Überalterung, fehlende Männerstimmen und Nachfolgersuche für die Chorleitung.“ Als die Kantorei Hasbergen 1991 ihr 25-jähriges Bestehen feierte, gab es einige dieser Probleme. Die Zahl der Mitglieder war auf rund 25 geschrumpft, sodass es oft schwierig war, vierstimmige Chorsätze zu erarbeiten.

Aktuell sind es 38 Mitglieder

Jetzt, da der Chor unmittelbar vor seinem 50-jährigen Bestehen steht, haben sich die Minen deutlich aufgehellt. Mittlerweile kommt der Zusammenschluss auf 38 Mitglieder, von denen bei den wöchentlichen Proben der weitaus größte Teil regelmäßig präsent ist. „Fast alle Chormitglieder gehören zur Kirchengemeinde Hasbergen“, so Nitzer. „Das Stimmenverhältnis ist nun relativ ausgewogen, sodass schon fünfstimmige Sätze probiert wurden.“

Nitzer weiß so etwas genau, er hat intensiv an der Chronik zum 50. Geburtstag der Kantorei Hasbergen gearbeitet. Dabei konnte er auch auf die Jubiläumsschrift von 1991 zurückgreifen, die seinerzeit von Werner Seedorff zusammengestellt worden war.

Gründung einst im Konfirmandensaal

Die Gründung des Kirchenchors geht zurück auf Diakon Hartmut Lang. Sie erfolgte in der 1965 eingeweihten Lutherkirche in Stickgras. Nach einem Aufruf und Vorgesprächen fand der erste Übungsabend am 7. November 1966 im damaligen Konfirmandensaal in Stickgras statt. Von Lang ging die Chorleitung 1971 auf Harald Wolff, den ehemaligen Kantor der Bremer Liebfrauenkirche, über. Die überregionale Anerkennung stieg. Als Wolff 1976 allerdings nach Schönemoor wechselte, kam es zu einer längeren Zeit des Stillstands.

Langjährige beim Jubiläumskonzert dabei

Neuen Schwung brachte das Jahr 1980, als Dirk Sonnenberg, der neue Organist in Stickgras, das Heft in die Hand nahm. Von den Chormitgliedern aus dieser Zeit des Neuanfangs werden laut Nitzer beim Jubiläumskonzert noch drei Damen sowie Sonnenberg mitwirken.

Kontakte zum Hasberger Bläserkreis und zum Singkreis Bungerhof entwickelten sich damals, es gab gemeinsame Auftritte. Fast 25 Jahr lang leitete Sonnenberg den Chor, dann übergab er ihn an seine ehemalige Orgelschülerin, die heutige Leiterin Sabine Wottke-Pries, die sich im Sopranbereich noch Verstärkung wünscht. Die öffentlichen Proben laufen montags von 20.15 bis 21.45 Uhr, das Repertoire umfasst etwa 200 Titel und reicht von Motetten und Chorälen über Kirchentagslieder bis hin zu Spirituals und Gospels.

Wichtig ist weit mehr als nur Gesang

Von denjenigen, die vor einem halben Jahrhundert den Chor in Stickgras gründeten, lebt nach den Worten Nitzers nur noch Christa Lang, die Frau des im vergangenen Jahr verstorbenen ersten Chorleiters Hartmut Lang. Was einen Chor über 50 Jahre zusammenhält, davon weiß der Chronist ebenfalls zu berichten: Die innere Harmonie werde nicht allein durch das gemeinsam Musizieren bestimmt, „sondern auch durch das gemeinsame Erleben außerhalb der Übungsabende und Einsätze“.