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Jugend setzt sich für Umwelt ein 10. Delmenhorster Kinder- und Jugendparlament gebildet

Von Britta Buntemeyer | 18.12.2014, 19:19 Uhr

Mehr Mülleimer, Schulsanierungen, Treffpunkte für junge Menschen – das Kinder- und Jugendparlament hat auf seiner konstituierenden Sitzung viele Ziele gesteckt. Das Gremium möchte für die nächsten zwei Jahre die Politik mitbestimmen.

Umweltschutz, Schulsanierungen, Sauberkeit an der Skateranlage: Das 10. Kinder- und Jugendparlament hat sich in seiner konstituierenden Sitzung am Mittwoch einige Themen für die zukünftige Arbeit vorgenommen. Das für die Dauer von zwei Jahren gewählte unabhängige Gremium setzt sich aus 27 Schülerinnen und Schülern ab der fünften Klasse aus 13 Delmenhorster Schulen zusammen. In den Vorstand wurden Gunnar Struckmeyer (17), Katharina W. (16, möchte ihren Nachnamen nicht nennen), Markus Lehmann (11), Julian Albers (15) und Sophie Fischer (10) gewählt. Gunnar und Katharina fungieren zudem als Vorstandssprecher. Außerdem bestimmten die jungen Parlamentarier Vertreter für die Fachausschüsse.

Das Kinder- und Jugendparlament schafft ein Forum für die Mitsprache von Kindern und Jugendlichen, verfügt über ein Rede- und Antragsrecht in den Sitzungen der Fachausschüsse und ermöglicht einen Dialog zwischen Jugend und Politik. Besonders für den Umweltschutz möchten sich Sophie und Katharina engagieren. „Es sollte Projekttage an den Schulen geben“, meint Sophie. Mehr Mülleimer und weniger Plastiktüten nennt Katharina als vorrangige Wünsche beim Thema Umweltschutz. Aber auch der alltägliche Lebensraum, die Schulen, stehen auf der Arbeitsliste ganz oben. Hier wünschen sich die Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments, dass mehr Geld in die Sanierung und die Ausstattung der Lehranstalten gesteckt wird. Ein mögliches Rauch- und Glasflaschenverbot an der Skateranlage, Boxen für Hundekottüten in den Graftanlagen sowie Treffpunkte für Jugendliche und die Einrichtung eines Jugendcafés finden sich ebenfalls in der Themensammlung.

Betreut wird das Parlament von Marlies Lüdeke vom Fachdienst Jugend. Denn die Nachwuchspolitiker müssen Hintergründe und gesetzliche sowie politische Rahmenbedingungen ihrer Ziele kennen.

Mehr Öffentlichkeitsarbeit, das wünschen sich sowohl Oberbürgermeister Axel Jahnz als auch Katja Schmall vom Fachdienst Jugendarbeit. Jahnz hob bei der Sitzung die Wichtigkeit des Kinder- und Jugendparlaments hervor. „Die Jugendlichen haben eine andere Sichtweise, wir brauchen neue Impulse und Ideen“, so der Oberbürgermeister. Es sei eine Chance für junge Menschen, die Entwicklung der Stadt mitzugestalten. Inwieweit sich jeder Jugendliche einbringt, das ist laut Schmall unterschiedlich. „Manche sind mutiger als andere. Aber jeder sollte von seiner Möglichkeit, seine Meinung zu sagen, Gebrauch machen.“