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Jugendliche entdecken Politik Mit „Youthtopia“ in Delmenhorst Demokratie lernen

Von Jasmin Johannsen | 17.08.2016, 11:06 Uhr

Was macht eine Demokratie aus? Diese Frage stellten sich 34 Jugendliche aus vier Nationen eine Woche lang im Juli. Mit der Gründung ihrer Plattform „Youthtopia“ fanden sie die Antwort.

Dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, haben zehn Delmenhorster Jugendliche während der Sommerferien gelernt. Unter dem Motto „Nachhaltige Demokratie für alle“ haben sie sich mit 24 anderen jungen Leuten aus vier verschiedenen Ländern vom 24. bis zum 31. Juli im dänischen Kolding getroffen. Neben deutschen und dänischen nahmen auch litauische und türkische Jugendliche an dem politischen Sommercamp teil.

Jugendliche sind begeistert vom Projekt

Die 15- bis 18-Jährigen haben während der Woche in Dänemark viele neue Eindrücke gesammelt. „Für mich stand vor allem der interkulturelle Aspekt der Fahrt im Vordergrund“, sagt Jannis (15). Aber auch die Möglichkeit, besser Englisch zu lernen war für einige Jugendliche die Motivation zur Teilnahme. Das politische Konzept konnte zu Beginn allerdings nicht alle Jugendliche erreichen: „Obwohl ich vor dem Sommercamp nicht wirklich von dem Programm überzeugt war, war die Woche sehr informativ und ich habe viel für den Alltag mitgenommen“, erklärt Kira (15).

Politische Themen standen im Vordergrund

Themen wie Gleichberechtigung der Geschlechter, Umweltschutz, interkulturellen Beziehungen und Rassismus standen im Vordergrund des Treffens. Das Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, mit den Jugendlichen eine Vorstellung von einer jugendgerechten Demokratie zu entwickeln. Unter dem Namen „Youthtopia“ wurde so eine fiktive Demokratie entwickelt, für die die Teilnehmer sogar gemeinsam eine Flagge entwarfen. Durch Workshops, Ausflüge und Themenabende lernten sich die Jugendlichen auch privat kennen und bauten so Vorurteile gegenüber den anderen Kulturen ab.

Das Sommercamp wurde von der EU im Rahmen des Programms „Erasmus+ Jugend in Aktion“ gefördert und kofinanziert.