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Kabarettist spricht über Ängste Fischer begeistert in Delmenhorster Villa

Von Lennart Bonk, Lennart Bonk | 17.03.2016, 16:43 Uhr

Werbung kann schon furchterregend sein. Das wird spätestens dann deutlich, wenn immer eine Müsli-Packung für den Seitenbacher-Müsli-Mann im Schrank vorrätig ist. Frank Fischer ist so einer. Angst vor dem Kabarettisten indes braucht man nicht zu haben.

Über 600 anerkannte Ängste und Phobien gibt es weltweit. Wenn es eine Angst vor schlechten Kabarettisten gäbe, dann hätte Frank Fischer einem diese Angst mit seinem Bühnenprogramm „Ängste und andere Hasen“ sicher genommen. Bei seinem Auftritt im Familienzentrum Villa am Mittwochabend begeisterte Fischer die rund 100 Besucher mit humorvollen Geschichten.

Immer eine Packung für den Seitenbacher-Müsli-Mann parat

Dass Ängste überall sein können, machte der Kabarettist anhand von Radiowerbung deutlich. So fürchte er sich insbesondere vor dem Seitenbacher-Müsli-Mann. Aus Angst davor, kein Müsli der Marke im Hause zu haben, falls der eindringliche Sprecher aus der Werbung eines Tages vor seiner Tür stünde, habe er vorsorglich immer eine Packung vorrätig. Insbesondere seine Imitation des Sprechers kam beim Publikum gut an.

B - ein Zeichen für Extrovertiertheit

Mit seiner Theorie darüber, dass Prominente, deren Nachname mit „B“ anfängt, dem gleichen Männertypus entspringen, regte der Kabarettist durchaus zum Nachdenken an. So würden sich Frauenhelden wie Roberto Blanco, Flavio Briatore, Silvio Berlusconi und Boris Becker in ihrer extrovertierten Art sehr ähneln.

Angst vor Erdnussbutter am Gaumen

Von der Arachibutyrophobie, der Angst vor Erdnussbutter am Gaumen, über die Angst vor Radiowerbung bis hin zur Flugangst schilderte Fischer humoristische Szenarien und erntete dafür Lachsalve um Lachsalve. Nahtlos ging er von einem Thema zum Nächsten über und verlor dabei nie den roten Faden seines gut strukturierten Bühnenprogrammes. Auch mit seiner humorvollen Vortragsweise überzeugte Fischer auf ganzer Linie und lieferte damit einen rundum gelungenen Auftritt im Familienzentrum Villa ab, der erst nach zwei Zugaben endete.