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Kaffeezeit in der Innenstadt „Maria“ wahrt Delmenhorster Café-Tradition

Von Thomas Breuer | 28.10.2016, 17:44 Uhr

In der Delmenhorster Innenstadt gibt es kein richtiges Café mehr? Von wegen.

Dieser Akzent in der dk-Berichterstattung zur Schließung von „Jolas Café“ im Haus Hohenböken , er hat Maria Akbulut überhaupt nicht gefallen.

„Wir sind doch noch da“, sagt die 26-jährige Inhaberin des „Café Maria“ im Gesundheitszentrum an der Bahnhofstraße. Und überhaupt: Man könne auch an anderen Stellen in der City noch gut kaffeesieren.

Seit Juni 2014 am Standort

Maria Akbulut und ihre Schwester Semra Akbulut bewirtschaften seit Juni 2014 die rund 100 Quadratmeter, auf denen seit der Eröffnung des Gesundheitszentrums 2012 das „Café Medico“ angesiedelt war. Der Pachtvertrag lief zunächst über 24 Monate, in diesem Jahr hat ihn die Inhaberin um den gleichen Zeitraum verlängert, einschließlich Optionen für eine langfristige Zukunft.

„Inzwischen viele Stammgäste“

Der Mutmaßung, dass die Zahl der Gäste seit der vorübergehenden Verlagerung des Krankenhausbetriebs nach Deichhorst zurückgegangen sein dürfte, widersprechen die beiden gelernten Bäckereifachverkäuferinnen. „Wir haben inzwischen viele Stammgäste“, sagt Semra Akbulut. Etliche davon kämen ohne Bezug zu den medizinischen Einrichtungen im Gesundheitszentrum, sondern einfach, weil ihnen die angebotenen Produkte schmeckten.

Torten und Kuchen stellen sie selbst her

Nicht ohne Stolz verweisen die Schwestern darauf, dass sie Torten und Kuchen selber herstellen. Das Café öffnet täglich zur Frühstückszeit und sogar sonntags von 14 bis 17 Uhr. Auch bisherige Gäste von „Jolas Café“ hätten ihr Lokal schon als neuen Treffpunkt ausgewählt, freut sich Maria Akbulut.