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Kantatengottesdienste Frische Ideen bereichern Stadtkirche Delmenhorst

Von Dirk Hamm | 04.05.2019, 20:57 Uhr

Seit vergangenem Jahr wirkt mit Jörg Jacobi ein neuer Organist und Kantor für den klassischen Bereich in der evangelisch-lutherischen Stadtkirchengemeinde in Mit ihm sind auch neue Ideen ins Haus gekommen, wie sich die Gottesdienste noch schöner gestalten lassen.

Dabei kann er als Klassikkantor aus dem unerschöpflichen Fundus an Musik, die eigens für den Gottesdienst geschrieben wurde, schöpfen.

Das soll bei sechs jährlich angebotenen Kantatengottesdiensten zum Tragen kommen, wie in der aktuellen Ausgabe des evangelischen Magazins „Im Blickpunkt“ berichtet wird. Dazu kommen demnach drei Gottesdienste, in dem ein besonderes Lied in den Mittelpunkt gestellt wird, und auch der eine oder andere Singgottesdienst, in dem die Gemeinde Glauben und Spiritualität im eigenen Singen erfahren kann. Etwas unregelmäßiger sollen auch die Abendmahlsgottesdienste durch besondere Instrumentalmusik eine besondere Note bekommen.

Nicht zwingend nur Bach

In den Kantatengottesdiensten stehen dabei nicht zwingend die Werke von Johann Sebastian Bach im Vordergrund, obwohl genau das mit dem Begriff oft verbunden wird. Vielmehr kommt auch die Musik von Bachs Zeitgenossen zur Geltung, deren Werke viel zu selten zu hören sind und doch zum reichen Erbe evangelischer Musik gehören.

Die Reihe der diesjährigen Kantatengottesdienste in der Stadtkirche war am 10. März mit einem Werk von Christoph Graupner begonnen worden, der noch vor Bach zum Thomaskantor in Leipzig gewählt wurde – und den Posten wegen einer satten Gehaltserhöhung an seiner eigentlichen Stelle wieder absagte.

Heitere Klänge zu„Kantate“ am 19. Mai

Am 7. April dann sang Jörg Jacobi zusammen mit Klaus Westermann die „Lamentationen des Propheten Jeremia“ von Johann Rosenmüller, biblische Klagelieder, die zur Umkehr mahnen und die Folgen menschlichen Fehlverhaltens aufzeigen.

Im Mai werden nun heiterere und frühlingshaftere Noten angeschlagen, und das an einem Sonntag, der in der Kirche als „Kantate“ – zu Deutsch: Singet! – bezeichnet wird: Am Sonntag, 19. Mai, erklingen geistliche Konzerte des 17. Jahrhunderts zu diesem Thema mit der Sopranistin Ulrike Kraft. „Hallelujah! Singet dem Herrn ein neues Lied“ ist der Titel eines der Konzerte, komponiert vom Dresdener Meister Constantin Christian Dedekind, das im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes, der um 10 Uhr beginnt, stehen soll.

Weitere Kantatengottesdienste in der Stadtkirche sind sonntags am 16. Juni (Trinitatis), am 20. Oktober und am 8. Dezember vorgesehen. Weitere Liedgottesdienste stehen am Sonntag, 26. Mai („Vater unser im Himmelreich“), und am Sonntag, 15. September („Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“), auf dem Programm.