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„Karlis“ aktiv für für UNICEF Delmenhorster Kinder laufen für sauberes Trinkwasser

28.06.2015, 12:49 Uhr

Runde um Runde für den guten Zweck: Über 120 Schüler der Karlstraße haben sich an einer bundesweiten Aktion für sauberes Trinkwasser beteiligt und dabei Geld für UNICEF erlaufen.

Die Burginsel in Kinderhand, Jungen wie Mädchen im „Kreisverkehr“ rund um die große Wiese: Am Freitag haben sich rund 125 Schüler der Karlstraße an der bundesweiten Aktion der UNICEF „Kinder laufen für sauberes Trinkwasser“ beteiligt.

In dem Projekt des weltweit agierenden Kinderhilfswerks geht es darum, Spenden zu sammeln, aus denen die UNICEF in notleidenden Ländern Brunnen und Latrinen baut, Wasseranlagen wartet und die Bevölkerung über Hygienemaßnahmen aufklärt, die todbringenden Krankheiten vorbeugen können.

Für die Schule an der Karlstraße hatte Konrektorin Marion Kramer zusammen mit ihren Kolleginnen Andrea Schewe und Anne Janßen den Lauf vorbereitet. Bis kurz vor dem Start, berichtet Kramer, habe sie immer noch diverse Sponsorenzettel eingesammelt: Formulare, auf denen sich überwiegend Freunde, Verwandte und Bekannte der Schüler dazu verpflichten, eine eigens festgelegte Summe pro gelaufener Runde eines Schülers zu spenden. Die Hälfte des Erlöses fließt am Ende UNICEF zu, die andere Hälfte der Schule. Kramer hofft, dass die Schüler mit ihren Läufen auf diese Weise gestern insgesamt rund 1000 Euro haben einsammeln können.

„Wir haben unsererseits schon viel Hilfe erfahren. Jetzt wollten wir etwas für andere tun“, erklärt Kramer das Engagement ihrer Schule, die sowohl Kinder der Primarstufe als auch der Sekundarstufe und der Abschlussstufe ins Rennen geschickt hatte. Den Lauf auf der Burginsel ausrichten zu können, war Kramer auch deswegen wichtig gewesen, weil das Areal dort sehr übersichtlich sei und Lehrer wie Schüler auf der Insel mit ihrer etwa 300 Meter langen Runde rund um die Wiese leichtes Spiel hätten, einander im Auge zu behalten.

Im Vorfeld hatten sich die Schüler im Unterricht umgehend über die Kinderhilfs-Projekte der UNICEF informiert, etwa, in dem sie sich Filme über die „Zwei Welten Afrikas“ ansahen und somit einen Eindruck davon bekamen, unter welch menschenunwürdigen Bedingungen andernorts Kinder selbst dann aufwachsen, wenn ihrer Nachbarschaft Millionäre leben. Im besonderen Fokus der Vorbereitungen aber, so Kramer, hätten Informationen rund ums Wasser gestanden.