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Kartoffelfest in Delmenhorst Strahlender Erfolg beim 27. Durchgang des Festes

Von Kai Hasse | 14.10.2018, 21:03 Uhr

Bestes Wetter, viele Besucher, zufriedene Aussteller: Das 27. Kartoffelfest in Delmenhorst war ein Riesenerfolg. Bei der Wirtschaftsförderung dwfg sowie bei den Händlern herrschte Bombenstimmung. Fest stehe: Das Fest hat überraschende Strahlkraft.

Das Kartoffelfest in Delmenhorst war nach einhelliger Meinung der Veranstalter, sozialer Verbände, Beschicker und Händler ein voller Erfolg. Mit verantwortlich dafür war unter anderem das gute Wetter.

„Dieses Fest hat Strahlkraft“

„Viele, viele, viele Leute“, resümiert Eyke Swarovsky, Sprecher der Delmenhorster Wirtschaftsförderungs Gesellschaft dwfg nach dem Kartoffelfest, das am Sonntag in der Innenstadt gefeiert wurde, „wir sind so zufrieden, wie man nur sein könnte. Unsere Augen glänzen.“ Es gab lange Schlangen vor den Essensbuden, die Menschen waren entspannt, und für jeden sei etwas dabei gewesen. Wie viele Menschen letztlich tatsächlich da waren, darüber könne es keine verlässlichen Zahlen geben: Die Zugänge in die Innenstadt waren offen gehalten, sodass jeder Interessierte von allen Seiten kommen konnte. Fest stehe: „Geschätzt könnten es mehr Leute als in den vergangenen Jahren sein“, so der Sprecher. Einen Punkt hat die dwfg mit einer kleinen Umfrage feststellen können: Die Menschen sind auf dem weiten Umkreis gekommen: Aus Bremen, Bassum, Syke, Thedinghausen. „Wir sind selbst etwas überrascht“, sagt Swarovsky, „aber es zeigt: Dieses Fest hat Strahlkraft. Und es ist eine gute Werbung für unsere Stadt.“

Wüstner: „Gut hingekriegt“

Damit geht die dwfg d‘accord mit vielen Beteiligten in der Stadt oder den Gästen. Christian Wüstner, Sprecher der Innenstadtkaufleute: „Das Wetter ist toll, die Leute entspannt, die Stadt voll, es gibt viele Schaulustige.“ Davon profitieren auch die Händler der Innenstadt, die parallel zum Kartoffelfest die Türen ab 13 Uhr geöffnet hatten und zu großen Teilen auch starke Außenstände aufgebaut hatten. Die Organisation sei gut gelaufen. Wüstner: „Das haben die Frauen von der dwfg gut hingekriegt.“ Sabine Jünemann, vor deren Buchhandlung der neue Kalender des Soroptimist-Clubs verkauft wurde, bemerkte gutes Interesse für den Verkauf, bei dem der Gewinn für Bildungsprojekte gespendet wird – was sie auch mit dem sehr guten Besuch des Festes erklärt. Rainer Ochmann, Präsident des Rotary-Clubs, und Martin Zuliani, Präsident der Lions, bestätigen das Interesse an Kalendern, Waffeln oder Kartoffelpuffer, die bei ihnen verkauft werden, und freuen sich über den Besucheranstrom. Für die Kartoffelpuffer der Lions standen die Menschen Schlange bis zum Wasserturm-Gebäude. Die Verbände wollen mit ihren Aktionen Projekte zur Prävention oder Medienkompetenz an Schulen unterstützen.

Anreise mit Familie aus Bremen

Beinahe zu voll und zu eng war es dann aber doch einigen: Die Menschen zwängten sich durch die Straßen – das bunte Angebot, so sehr es von den Veranstaltern gelobt wird, nahm vielen die Bewegungsfreiheit und den Platz. Vereinzelte Gäste bemerkten das aber mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Voll, aber gut“, sei es, so ein älteres Ehepaar. Und das gehöre auch dazu – auch wenn es unangenehm sei: „Das Kartoffelfest muss sein.“ Angenehm überrascht, aber von der Enge auch genervt, war beispielsweise eine Bremerin mit zwei Kindern: „Mit dem Kinderwagen durch die Straßen ist es schwer“, sagt sie. Aber das Fest an sich sei auch die Reise aus der Metropole wert. In Bremen selbst hätte sich an dem Tag keine Alternative geboten, und der landwirtschaftliche Charme des Festes habe die Familie nach Delmenhorst gelockt.

Ausdehnen auf zwei Tage mit Aufwand verbunden

Das Fest dauerte offiziell sieben Stunden, von 11 bis 18 Uhr. Den auf der Hand liegenden Gedanken, das Fest auf zwei Tage auszudehnen, „diskutieren wir schon seit 20 Jahren“, sagt Axel Langnau, Chef der dwfg, am Rande des Festes. Der Gedanke habe seinen Reiz. Allerdings müsste man dafür den Wochenmarkt am Samstag verdrängen. Das sei nicht allzu leicht, denn der Wochenmarkt habe ebenfalls seine Berechtigung. Außerdem, ergänzt Swarovsky, sei der Aufwand, die leichten Pavillon-Stände der vielen Vereine und Verbände über die Nacht abzusichern, sehr hoch.