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Kein Wechsel bei LzO und Volksbank Örtliche Banken planen keine neuen Abhebe-Gebühren

Von Sonia Voigt | 09.04.2017, 11:03 Uhr

Während anderswo neue Gebühren für das Geldabheben am Automaten eingeführt werden, sind hier in Delmenhorst keine Neuerungen geplant. Doch Kontomodelle mit Entgelten pro Abhebung gibt es schon lange.

Medienberichte, dass Sparkassen und Volksbanken bundesweit vermehrt Gebühren für das Geldabheben verlangen, verunsichern auch Delmenhorster Bankkunden. Doch bei den hiesigen Banken sind keine neuen Gebühren geplant. Allerdings gibt es durchaus schon länger etablierte Kontoführungsmodelle, bei denen Abhebungen einzeln bezahlt werden. Und auch die Notwendigkeit für Banken, in der lange währenden Niedrigzinsphase neue Einnahmequellen aufzutun, macht vor den örtlichen Banken nicht halt.

Kontomodelle mit Gebühren pro Abhebung gibt es schon lange

„Ein zusätzliches Entgelt für Barabhebungen an Geldautomaten gibt es bei der LzO nicht“, erklärt Hans-Günter Rostalski, Pressesprecher der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Änderungen der bestehenden Regelungen seien derzeit auch nicht geplant. Seit rund 20 Jahren biete seine Bank aber neben Kontomodellen mit Pauschalpreis (wie das LzO GiroKomfort für sechs Euro monatlich) auch sogenannte Einzelpreismodelle an (LzO GiroKlassik für drei Euro im Monat). Bei diesen ist der Grundpreis deutlich günstiger, dafür fallen für jede Leistung – etwa Abhebungen am Automaten – 30 Cent extra an.

Geldabheben bei Volksbank grundsätzlich kostenlos

Eine Abhebegebühr gebe es auch bei der Volksbank Delmenhorst-Schierbrok nicht, und dies sei auch nicht geplant, teilt Vertriebsleiter Horst Klattenhoff auf Anfrage mit. Ungleich zur LzO kennt die Volksbank solche genannten Konotmodelle mit Pauschalpreis und Abhebegebühr nicht. Klattenhoff: „Das Abheben ist deutschlandweit kostenfrei.“

Entgelte sollen Kosten decken

Die LzO suche trotz der dauerhaft niedrigen Zinsen „nicht permanent nach neuen Einnahmequellen“, sagt Rostalski. Um entstehende Kosten zu decken, müsse die LzO aber für erbrachte Dienstleistungen wie das Girokonto mit seinen verschiedenen Funktionen „verursachergerechte, faire Entgelte“ berechnen. Auch Klattenhoff verweist auf faire Preise, sagt aber auch, dass gute Leistungen gegenüber den Kunden zu Geschätswachstum führe, das wiederum mehr Erträge bringe. Zudem achte die Volksbank durch ständige Prüfungen darauf, die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Bargeld bleibt trotz Alternativen überall verfügbar

Vorwürfen, wie dem des Einzelhandelsverbands-Chefs Stefan Genth, die Banken wollten Kunden das Bargeld verleiden, widersprechen die Delmenhorster Banken-Vertreter. An jedem LzO-Standort werde es auch weiterhin eine Bargeldversorgung, etwa über Geldautomaten, geben, betont Rostalski. Denn: „Bargeld gehört zur Grundversorgung im Alltag.“ Zugleich werden aber bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten ausgebaut, wie das Internet-Bezahlsystem „paydirekt“ oder die Bezahlfunktion „kwitt“ in der SparkassenApp. Das Online-Banking macht die LzO-Kunden auch mit Einsteigerkursen verständlich. Klattenhoff hingegen hebt vereinfachte Zahlungen über die EC-Karte bis 25 Euro ohne PIN-Nummer hervor. Gegenüber dem Bargeld hätten beide Varianten einen Vorteil: Sie sind sicherer, was den Diebstahl oder den Verlust angeht.